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29.100 Fälle von Gestationsdiabetes

ral | War der Gestationsdiabetes früher eine vergleichbar seltene Schwangerschaftskomplikation, gehört er mittlerweile zu den am häufigsten beobachteten Problemen für werdende Mütter. Im vergangenen Jahr waren mehr als vier Prozent aller Schwangeren in Deutschland davon betroffen. Das entspricht rund 29.100 Fällen.

„Die Häufigkeit des Gestationsdiabetes hat in den letzten zehn Jahren um das Dreifache zugenommen“, betont Helmut Kleinwechter von der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) angesichts der Zahlen. Überraschend ist der Anstieg nicht. Mögliche Risiken für einen Gestationsdiabetes sind Übergewicht, höheres Lebensalter, Bewegungsmangel und ein hoher Konsum von rotem Fleisch. Da die Zahl der übergewichtigen Frauen in Deutschland immer weiter wächst – nach aktuell vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Daten sind derzeit 43 Prozent der Frauen in Deutschland übergewichtig – und es zudem immer mehr „Spätgebärende“ gibt, nimmt konsequenterweise auch der Gestationsdiabetes zu.

Die Entwicklung ist allerdings bedenklich. Kinder von Frauen mit Gestationsdiabetes kommen häufig mit zu hohem Gewicht auf die Welt und ihre Lunge und Leber können durch den mütterlichen Diabetes leiden. Außerdem entwickeln die Hälfte aller betroffenen Mütter acht bis zehn Jahre nach der Geburt einen manifesten Diabetes Typ 2. „Frauen mit Kinderwunsch sollten ihren Nachwuchs in jüngeren Lebensjahren planen und bei Übergewicht schon vor dem Schwangerwerden abnehmen“, betont daher die Deutsche Diabetes Gesellschaft. 

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