... auch DAZ noch

3200 neue HIV-Infektionen

daz | Rund 3200 Menschen haben sich im Jahr 2013 mit dem HI-Virus infiziert. Das geht aus einer aktuellen Modellrechnung des Robert Koch-Instituts /RKI) hervor. Seit 2006 ist die Zahl der jährlichen Neuinfektionen damit in etwa konstant geblieben und nicht mehr gestiegen. Leider aber auch nicht gesunken. Hierfür müssten bereits Infizierte früher als bisher diagnostiziert werden, mahnt das RKI.

Von der geschätzten Gesamtzahl der HIV-Neuinfektionen in 2013 sind etwa 2400 (75%) Männer, die Sex mit Männern haben. Etwa 360 Frauen (11,3%) und 190 Männer (5,9%) haben sich auf heterosexuellem Weg in Deutschland infiziert. Darüber hinaus haben sich etwa 300 (9,4%) Personen beim intravenösen Drogenkonsum infiziert.

Gestiegen ist nach den RKI-Berechnungen die Zahl der Menschen, die sich mit HIV infiziert haben, jedoch noch nicht diagnostiziert wurden. Sie lag im Jahr 2012 bei etwa 13.000. 2013 waren es geschätzte 14.000. Der Anteil der Personen, die mit einer HIV-Infektion diagnostiziert wurden und eine antiretrovirale Therapie erhalten, ist von 72 Prozent in 2006 auf 82 Prozent in 2013 angestiegen. Von den insgesamt schätzungsweise 80.000 Personen, die hierzulande 2013 mit HIV/AIDS lebten, erhielten zum Jahresende etwa 54.000 eine antiretrovirale Therapie.

Nach Einschätzung der Deutschen AIDS-Hilfe (DAH) ist die konstante Zahl der HIV-Neuinfektionen ein Erfolg der Prävention. „Doch es könnte bei uns noch deutlich weniger Infektionen geben: Ein Rückgang ist machbar“, betont Manuel Izdebski vom DAH-Vorstand. Eine vordringliche Aufgabe der Prävention bestehe heute darin, Menschen zum Test zu motivieren, wenn sie ein Risiko haben. 

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