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Celesio kämpft mit Verlusten

Großhandelsgeschäft in Deutschland und Brasilien belastet operatives Ergebnis

BERLIN (ks) | Der Pharmahandelskonzern Celesio musste im ersten Halbjahr 2014 Verluste hinnehmen. Zwar lag der Umsatz mit 10,93 Mrd. Euro 1,8 Prozent über dem Vorjahresniveau – bereinigt um Währungskurseffekte und Konsolidierungskreisveränderungen waren es sogar 3,9 Prozent mehr. Gleichwohl fiel das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 1,7 Prozent auf 199,1 Mio. Euro. Ohne die Bereinigung um Sondereffekte aus Einmalaufwendungen und -erträgen sank das EBIT gegenüber dem Vorjahreshalbjahr sogar um 65,3 Prozent auf 70,4 Mio. Euro.

Der Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr 2014 entspreche den Erwartungen, hieß es seitens Celesio. Das Marktwachstum in Deutschland sowie die gute Geschäftsentwicklung in Norwegen und Großbritannien hätten die Umsatzrückgänge in Frankreich und Belgien kompensieren können. Das Minus beim operativen Ergebnis sei insbesondere auf den anhaltenden Wettbewerbsdruck in Deutschland zurückzuführen. Neben dem nochmals verschärften Rabattwettbewerb hätten auch höhere Absatzvolumina von hochpreisigen Produkten mit geringeren Rohertragsmargen das Ergebnis belastet und die ungünstige Entwicklung in Brasilien. Dort hat der Konzern kürzlich Abschreibungen in Höhe von 80 Mio. Euro vorgenommen.

Marc Owen, neuer Vorstandsvorsitzender der Celesio AG, gibt sich dennoch zufrieden: „Alles in allem hat sich gezeigt, dass Celesio im ersten Halbjahr 2014 trotz deutlichem Gegenwind Kurs gehalten hat. Diese Entwicklung sehen wir auch für den weiteren Jahresverlauf.“ Celesio werde seine strategische Neuausrichtung im Jahr 2014 konsequent fortführen. Kostenstrukturen und die Effizienz der Gesellschaften sollen weiter optimiert werden. Der Konzern ist zuversichtlich, dass der Ausbau des Europäischen Apothekennetzwerks ab 2015 ein stärkeres Wachstum ermöglichen wird. Allerdings würden diese Erträge 2014 noch zum Teil durch IT-Projektkosten reduziert. Insgesamt sei für das Geschäftsjahr 2014 mit einem bereinigten EBIT leicht über Vorjahresniveau zu rechnen.

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