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Zum 15. Mal Sommerschule

Frankfurter Pharmaziestudierende lernen in der Steiermark

Zum nunmehr 15. Mal fand vom 21. bis 28. Juni die Sommerschule der Frankfurter Pharmazieschule in Aigen im steirischen Ennstal statt. 59 Studierende des 4. Fachsemesters Pharmazie waren eine Woche lang im Jugendgästehaus Puttererschlössl „in Klausur“.
Foto: Zündorf
Die Teilnehmer an der diesjährigen Frankfurter Sommerschule vor dem Puttererschlössl in Aigen im Ennstal.

Ein Blick zurück: Angefangen hatte alles mit einer Idee der Professoren Schubert-Zsilavecz und Steinhilber: Eine Lernwoche „in Klausur“ ohne den gewohnten „Unigeruch“ sollte einerseits die Ergebnisse der Frankfurter Pharmaziestudierenden im 1. Staatsexamen verbessern und andererseits ihre Zusammengehörigkeit festigen und ihr Verhältnis zu den Lehrenden entkrampfen. Ideale Voraussetzungen dafür fanden sich im Gästehaus Puttererschlössl in Aigen, das mit der Frankfurter Mannschaft komplett belegt ist, sodass sie das Gästehaus für sich haben.

Von Anfang an haben Firmen und Privatpersonen die Sommerschule durch großzügige Spenden finanziell unterstützt, sodass alle Studierenden daran teilnehmen konnten. Hauptsponsor war über etliche Jahre die Firma Hexal, bis die Apotheken-Rechen-Zentrum GmbH (ARZ) Darmstadt diese Rolle übernahm.

Für die Organisation wurde die Frankfurter Pharmazieschule e.V. gegründet. Diese hat auch in die Infrastruktur des Puttererschlössls investiert, sodass dort heute WLAN vorhanden ist und der Unterrichtsraum im Dachboden mit einer fest installierten Leinwand und einem an der Decke angebrachten Beamer ausgestattet ist; auch beschreibbare Smartboard-Projektoren und ein interaktives Abstimmungssystem stehen zur Verfügung.

Als Lehrpersonen sind Prof. Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz, Prof. Dr. Dieter Steinhilber und Prof. Dr. Theodor Dingermann sowie Dr. Mario Wurglics und Dr. Ilse Zündorf von Anfang an dabei. Vor etlichen Jahren hat Prof. Dr. Michael Karas die Hauptleitung der Sommer- und Winterschule übernommen und wird dabei tatkräftig unterstützt von Kathrin Cartsburg. Diese Stammtruppe wurde kürzlich um Prof. Dr. Robert Fürst erweitert; sie umfasst außerdem immer zwei Doktoranden – seit wenigen Jahren sind dies Christina Lamers und Matthias Gabler. Auch Prof. Dr. Jochen Klein und Dr. Matthias Wacker fahren jedes Mal mit, um ein paar Lehreinheiten abzuhalten.

Volles Programm mit Ausflügen

Während des Aufenthalts wird ein straffes Lernpensum von mehr als 40 Stunden mit einem sportlichen und kulturellen Angebot verknüpft.

Die Tage beginnen morgens früh um 6 Uhr mit einer Runde Jogging oder einem Bad im angenehm temperierten Putterersee, um den Kopf für neue Wissensinhalte frei zu bekommen. Am dritten Tag bildet eine rasante Rafting-Tour auf der Salza eine sportliche Attraktion, die mit einem zünftigen Grillfest ausklingt, das in diesem Jahr von der Firma Bosch gesponsert wurde. Berthold Duethorn von Bosch Packaging Technology stellte in einem kurzen Vortrag die Arbeitsmöglichkeiten von Pharmazeuten bei Bosch vor und konnte sich davon überzeugen, dass die Spende für das Grillfest gut investiert war.

Kulturelle Höhepunkte stellen jedes Mal ein Halbtagesausflug in die steirische Metropole Graz und der Besuch der größten Klosterbibliothek der Welt im Benediktinerstift Admont dar. Der Stadtrundgang in Graz begann in diesem Jahr mit einem kleinen Empfang im Landhaus der Steiermark (Sitz des Landtags).

Den traditionellen Abschluss der Studienwoche bildet ein abendliches „Ripperl-Essen“ beim Kirchenwirt in Aigen, das seit einigen Jahren von einer engagierten „Freundin der Frankfurter Pharmazieschule“ gestiftet wird. Auch Gäste nehmen regelmäßig daran teil, so der Bürgermeister von Aigen, Raimund Hager, und die Wirtin des Puttererschlössls, Elisabeth Dornbusch. Als Vertreter des ARZ Darmstadt war in diesem Sommer der Leiter Marketing und Kommunikation, Michael Röhr, angereist, der den Studierenden einen Einblick in die Arbeit des ARZ gab und einen Datenstick und Infobroschüren überreichte.

Das Konzept kommt gut an

Die Studierenden bedankten sich am Abschlussabend überaus herzlich bei ihren Lehrenden und zeigten damit, dass der eine Teil des Gesamtkonzepts – die Förderung des Zusammengehörigkeitsgefühls und ein besseres Verständnis zwischen Studierenden und Lehrenden – auch diesmal erreicht wurde.

Ob das auch für den zweiten Teil – das bessere Abschneiden im Staatsexamen – gilt, wird sich zeigen.

Weitere Informationen im Internet: www.pharmazie.uni-frankfurt.de > Sommer- und Winterschule. 

Dr. Ilse Zündorf und Prof. Theo Dingermann

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