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Bayern fordert Honoraranpassung

Gesundheitsministerin Huml: Regelmäßige Überprüfung notwendig

NÜRNBERG (diz/daz) | Die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) hat die Bundesregierung aufgefordert, für eine regelmäßige Überprüfung der Apotheker-Vergütung zu sorgen. Sie setze sich für eine angemessene Vergütung der Apotheker ein, sagte Huml zur Eröffnung des Bayerischen Apothekertags am vergangenen Wochenende.

„Apotheker müssen davon leben können, was sie verdienen“, so Huml am Freitagabend in Nürnberg. „Wir wollen die sichere und qualitativ hochwertige Arzneimittelversorgung der Menschen in Bayern erhalten, und zwar vor Ort und rund um die Uhr! Deshalb setzen wir uns für eine angemessene Vergütung der Apotheker ein.“ Für eine qualitativ hochwertige Beratung bei der Arzneimittelversorgung benötigten die Apotheken ausreichend pharmazeutisches Personal. „Dafür benötigen sie ein angemessenes Honorar“. Nur so sei der Trend der Apothekenschließungen auf dem Land zu stoppen. Huml: „Deshalb fordere ich den Bund auf, jetzt eine Regelung vorzulegen, damit der Apotheken- Festzuschlag regelmäßig anhand bestimmter Parameter überprüft und falls nötig angepasst wird.“

Damit widerspricht Huml Unions-Gesundheitspolitikern: Der CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Hennrich hatte vor zwei Wochen auf dem DAV-Wirtschaftsforum einer Anpassung des Fixums in dieser Legislaturperiode eine Absage erteilt. Auch der Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium, Karl Josef Laumann, ebenfalls CDU, machte den Apothekern wenig Hoffnung auf eine Honorarerhöhung. 

Einen ausführlichen Bericht vom Bayerischen Apothekertag lesen Sie auf S. 75.

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