Wirtschaft

Zuschläge für Abbott

Weitere Rabattverträge für Grippe-Impfstoffe

ks | In Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Schleswig-Holstein wird Abbott in der kommenden Impfsaison die exklusive Versorgung der gesetzlich Krankenversicherten mit Grippeimpfstoffen übernehmen. Das Unternehmen erhielt in allen vier ausgeschriebenen Gebietslosen – Nordrhein und Westfalen-Lippe bildeten jeweils eigene Lose – den Zuschlag.

Der AOK Bundesverband hatte für die AOK NordWest im Auftrag aller in den drei Bundesländern aktiven gesetzlichen Krankenkassen die Versorgung mit Grippeimpfstoffen ausgeschrieben. Gesucht waren Vakzine zur Impfung ab dem vollendeten 6. Lebensmonat ohne Altersobergrenze – als Fertigspritze ohne Kanüle oder mit abnehmbarer Kanüle.

Wie schon in Niedersachsen beteiligten sich nur zwei Impfstoffhersteller an der Ausschreibung – dabei gibt es eigentlich zehn Anbieter zugelassener Grippeimpfstoffe. Und wie in Niedersachsen setzte sich Abbott beim Zuschlagskriterium „niedrigster Preis“ durch. Damit wird der Pharmakonzern in der Saison 2014/2015 weitflächig exklusiv versorgen.

In der Saison 2013/2014 hatte Sanofi Pasteur MSD in allen vier Regionen einen exklusiven Vertrag mit den gesetzlichen Kassen über Influenza-Impfstoffe. Anders als in der Saison zuvor wurden diesmal keine Liefer- und Versorgungsprobleme bekannt.

Dafür hatte Abbott zu Beginn der nun auslaufenden Saison Schwierigkeiten – der Herstellungsprozess gestaltete sich etwas komplizierter. Doch exklusive Verträge hatte das Unternehmen ohnehin nicht zu bedienen. In einigen Bundesländern gab es zwar Rabattverträge – aber Abbott war nicht alleiniger Partner der Kassen.

Preise bereiten Sorge

Andere Impfstoffhersteller sehen die Entwicklung im deutschen Markt der Grippeimpfstoffe weiterhin mit Sorge. Die Preise sind massiv gesunken, wer Rabattverträge eingeht, muss bei Lieferproblemen mit saftigen Vertragsstrafen rechnen. Dieses Risiko scheuen immer mehr Unternehmen – wie schon der Umstand zeigt, dass auch in Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Hamburg jeweils nur zwei Anbieter mitgeboten haben. 

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