Gesundheitspolitik

Monika Koch geht und bleibt doch

BERLIN (lk) | Die scheidende langjährige Vorsitzende des Sächsischen Apothekerverbandes (SAV), Monika Koch, bleibt trotz ihrer zum Jahresende angekündigten Aufgabe des Vorsitzes dem Verband weiter erhalten. Zumindest im nächsten Jahr will Koch noch als ARMIN-Beauftragte für den Apothekerverband tätig sein. Das kündigte sie in ihrem letzten Rechenschaftsbericht als SAV-Vorsitzende an.
Foto: DAZ/diz
Monika Koch

Optimistisch trotz ARMIN-Anlaufschwierigkeiten

Koch begründete ihre Bereitschaft mit den Anlaufschwierigkeiten des ARMIN-Pilotprojekts: „Allen pessimistischen Prognosen zum Trotz, wir werden das Projekt zum Erfolg führen. Ich habe mich bereit erklärt, dem SAV als ARMIN-Beauftragte auch im nächsten Jahr zur Verfügung zu stehen.“ Mit dem Start der Wirkstoffverordnung und des Medikationskataloges zur Jahresmitte 2014 sei schnell klar geworden „wo der Hase im Pfeffer liegt“. Die Arzt-Software–Häuser seien mit der Umsetzung nicht fertig geworden. Ein für Mitte August zugesagtes Update sei nicht erfolgt, und ein Software-Anbieter habe im Oktober eine Beta-Version mit Fehlern ausgeliefert.

Hindernisse werden „unermüdlich“ beseitigt

Auch wenn der Eindruck eines schleppenden Starts entstanden sein sollte, es werde trotzdem „unermüdlich an der Beseitigung aller Hindernisse“ gearbeitet. Aber allein für die sichere Anbindung der Apotheken an das „KV–Safenet“ müssten vier Verträge abgeschlossen werden: zwischen SAV und KVS, zwischen Apotheken und Provider, zwischen Apotheken und Software-Anbieter und zwischen Apotheken und SAV. „Ich will Ihnen keine Angst machen“, betonte Koch, „wir werden Sie bei allem unterstützen. Ich möchte nur erklären, warum wir noch nicht weiter sind“.

Solide Teilnahmebasis

In Sachsen sind nach Angaben der amtierenden SAV-Vorsitzenden in der Zwischenzeit 337 Apotheken und 107 Ärzte als Teilnehmer eingeschrieben. Das sei eine solide Basis für den Anfang, so Koch.

Als „beste Idee“ ihrer 20-jährigen Amtszeit wertete Koch die Einrichtung der Clearingstelle. Ihre „größte Niederlage“ sei gewesen, die „katastrophalen Auswirkungen des AMNOG“ nicht verhindert haben zu können. 

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