Wirtschaft

easy: Gerüstet für Parkplatz-Apotheke

easyApotheken suchen Nähe zu großen Supermärkten

BERLIN (ks) | Während es einige Apotheken gibt, die als Notlösung in Container ziehen, setzen die easyApotheken auf die bewusste Entscheidung für die flexible „Modul-Apotheke“ auf Parkplätzen großer Supermärkte. Schon Anfang 2014 sollte das Konzept realisiert werden – doch das Genehmigungsverfahren erwies sich als komplizierter als gedacht. Nun sieht es so aus, als könnte es mit rund einjähriger Verzögerung in den nächsten Monaten tatsächlich mit dem Pilotprojekt losgehen.
Foto: easyApotheke

Die „Lebensmittel Zeitung“ hatte kürzlich berichtet, dass im ersten Quartal 2015 auf einem Real-Parkplatz in Nordrhein-Westfalen der erste flexible easy-Standort entstehen soll. Es solle getestet werden, ob die Kundenfrequenz stimmt. Dass es nun erst ein Jahr später losgeht als zunächst angedacht, erklärt Stephan Just, Vorstand der easyApotheke (Holding) AG, mit der nicht ganz einfachen Genehmigung für das Projekt, aber auch mit der komplexen technischen Umsetzung des Moduls.

Wichtigste Fragen geklärt

Nun seien die wichtigsten Fragen jedoch geklärt, betonte er gegenüber der AZ. So sei das Standardmodul bereits abgenommen, sodass bei den Bauanträgen auf die statischen Berechnungen und Planungen zurückgegriffen werden kann. Doch Just räumt ein: „In der Praxis ist es leider weitaus komplizierter, Stellflächen zu erhalten.“ Es habe sich in den weiteren Gesprächen gezeigt, dass die Anzahl der Parkplätze der Supermärkte – deren Nähe easy bewusst sucht – meist so bemessen ist, dass sie genau den baurechtlichen Vorgaben entspricht. Überkapazitäten gebe es selten, daher habe man sich intensiv mit dem Thema Parkplatzschlüssel beschäftigen müssen. „Dies wird leider bei dem deutschen Baurecht bei jedem Modul ein Thema sein.“

Darüber hinaus erwies es sich als komplexer als erwartet, den Anspruch umzusetzen, mit dem Modul nicht nur alle apothekenrechtlichen Vorgaben zu erfüllen, sondern auch einen hochwertigen modernen Baustandard zu bieten. „Hier haben wir uns ein bisschen mehr Zeit als geplant gelassen“, sagt Just. Auf der Expopharm im September habe man aber nun mit der Algeco GmbH den Partner für das easyApotheken-Modul vorstellen können.

Just ist zuversichtlich, dass nun jedenfalls das Pilotprojekt in NRW bald starten kann. Derzeit liefen die letzten Genehmigungsprozesse. Ebenso optimistisch ist er, was die weitere Expansion der easyApotheken angeht. Sie würden inzwischen als „Gewinn für einen Standort wahrgenommen, und so gibt es immer weniger Hürden“, erklärt Just. „Wir haben jedenfalls unsere Hausaufgaben gemacht, erfüllen mit dem easyApotheke-Modul alle Anforderungen aus Bau- und Apothekenrecht und sind daher bestens gerüstet.“

In der Lebensmittel Zeitung ist von 25 weiteren potenziellen Interessenten an der Modul-Apotheke die Rede. Gegenüber der AZ hält sich Just mit Zahlen zurück. Sowie das Pilotprojekt realisiert sei, werde man beginnen, „weitere passende Flächen für unsere Partner und Interessenten“ zu erschließen. Sollte es mit den Containern nicht wie gewünscht laufen, freut sich Just über weitere standfeste Apotheken: Jede zweite „echte“ Neugründung in Deutschland sei bereits eine easyApotheke. 

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