Wirtschaft

MSV3 startet langsam

APOkix (II): Ein Drittel nutzt neuen Bestell-Standard

BERLIN (ks) | Seit dem 1. Oktober 2013 ist in Apotheken und bei pharmazeutischen Großhändlern der Datenübertragungsstandard MSV3 im Einsatz. Der Bestellprozess soll mit der neuen EDV-Technik effizienter und schneller als zuvor ablaufen: Die Kommunikation erfolgt nicht mehr über eine Telefonleitung, sondern ein internetbasiertes Protokoll.

Nach einem guten Jahr nutzt rund jede dritte Apotheke das neue System. Das ergab die jüngste APOkix-Befragung des Kölner Instituts für Handelsforschung (IFH) von 257 Apothekern. Fast ein Viertel der Umfrageteilnehmer ist bislang allerdings nicht einmal von den Softwarehäusern über die anstehende Umstellung informiert worden. Vor einem guten Jahr hieß es seitens der Apotheken, des Großhandels und der Softwarehäuser, der bisherige Datenübertragungsstandard MSV2 werde bundesweit bis Ende 2014 durch das Nachfolgesystem MSV3 abgelöst sein. Auch wenn im Oktober erst 30 Prozent der vom IFH Befragten angaben, bereits auf MSV3 umgestellt zu haben – die Neuerung in den Apotheken schreitet voran: 24,5 Prozent der Befragten erklärten, sie hätten zwar noch nicht umgestellt, ihr Softwarehaus habe sie aber über die anstehende Umstellung informiert und die notwendigen Programmierungen bereits erledigt. 21 Prozent sind zwar immerhin informiert, allerdings sind die notwendigen Programmierungen noch nicht vorgenommen worden. 24 Prozent erklärten, ihr Softwarehaus habe sie noch nicht informiert.

Diejenigen, die MSV3 schon nutzen, sind größtenteils zufrieden: 52 Prozent gaben an, sie hätten „sehr positive“ Erfahrungen gemacht, weitere 30 Prozent „eher positive“. 18 Prozent berichteten von „eher negativen“ Erfahrungen. Rund Dreiviertel sagen, der neue Datenübertragungsstandard erleichtere den Apothekenalltag. Insbesondere die Schnelligkeit sehen die Apotheken als Vorteil an (97%). Positiv finden die Befragten zudem die Stabilität des Systems (92%) und die Benutzerfreundlichkeit (85%). 83 Prozent nahmen auch die Unterstützung durch ihre Softwarehäuser positiv wahr. 62 Prozent gaben jedoch an, nicht sicher zu sein, ob bei der Übertragung über die Schnittstelle MSV3 ausreichend Datenschutz gewährleistet wird. 

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