Recht

Wenn eine clevere Praktikantin für dumm verkauft werden soll ...

bü | Beschäftigt ein Arbeitgeber (hier ein Supermarkt) eine 19-Jährige unentgeltlich als „Praktikantin“ und verlängert er den Vertrag mehrmals, so kann die junge Frau für den gesamten Zeitraum Arbeitsentgelt nachfordern, wenn sie regelmäßig als normale Mitarbeiterin eingesetzt wurde. (Hier arbeitete die Praktikantin, die sich einen Ausbildungsvertrag erhoffte, wöchentlich weit mehr als es im Einzelhandel üblich ist – bis ihr der Geduldsfaden riss. Sie forderte für die von ihr – Tag für Tag aufgezeichneten – 1728 Arbeitsstunden Lohn nach und bekam ihn vom Arbeitsgericht Bochum in Höhe von 10 Euro pro Stunde zugebilligt. Die Nachzahlung belief sich deshalb auf 17.280 Euro. Begründung: Es habe sich nicht um ein Praktikantenverhältnis gehandelt, in dem Kenntnisse vermittelt werden, sondern um ein ganz normales – wenn auch unbezahltes – Arbeitsverhältnis ...)

(ArG Bochum, 2 Ca 1482/13)

Das könnte Sie auch interessieren

Interview mit ADEXA-Juristin Iris Borrmann

Probleme im PTA-Praktikum

In Bochum für Bedürftige gratis

Die Pille für „umsonst“

Nanosäulen verleihen Implantaten antibakterielle Eigenschaften

Bakterien auf dem Nagelbrett

Wie man mit unkonventionellen Mitteln neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter findet

Das sind ja ganz neue Methoden!

Teil 9: Selbstcoaching ist PRIMA

Filiale im Fokus

0 Kommentare

Das Kommentieren ist aktuell nicht möglich.