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AOK bezuschlagt elfte Tranche

Erstmals AOK-Rabattverträge im Drei-Partner-Modell

STUTTGART/BERLIN (jz). Zwei Wochen nach der zehnten Tranche hat die AOK-Gemeinschaft bereits die nächste Runde ihrer bundesweiten Arzneimittelrabattverträge unter Dach und Fach: Für acht Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen seien die Zuschläge an zwölf Bieter und Bietergemeinschaften erteilt worden, teilte die Kasse am 5. Februar mit. Außerdem sei die zehnte Vertragsrunde mit einer weiteren Zuschlagserteilung vervollständigt worden.

Mit insgesamt 44 Zuschlägen konnte die Bietergemeinschaft Teva Ratiopharm (AbZ, AWD, CT, Ratiopharm, Teva) die meisten Zuschläge der elften Tranche verbuchen, gefolgt von Stada mit 29 (Aliud weitere 8), Dexcel mit 27 Zuschlägen und TAD mit 24 Zuschlägen. Die übrigen 60 Zuschläge verteilen sich auf Heumann (11) und AAA Pharma, 1 A Pharma, Aristo, Heunet, Mylan dura und die Bietergemeinschaft Aristo/Heumann (jeweils 8).

Außerdem konnte Bayer Vital in der zehnten Tranche den Zuschlag in allen acht Gebietslosen für Drospirenon + Ethinylestradiol ergattern. Die beiden Tranchen, die laut AOK insgesamt 91 Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen mit einem jährlichen Umsatzvolumen von 1,9 Milliarden Euro auf Basis des Apothekenabgabepreises umfassen, werden am 1. Juni 2013 die dann auslaufende sechste Vertragsrunde ersetzen und ergänzen. Mitte 2013 wird die AOK-Gemeinschaft damit nach eigenen Angaben bundesweite Rabattverträge für mehr als 230 Wirkstoffe in Kraft haben.

Drei Partner für "besonders bedeutsame" Wirkstoffe

Für die elfte Tranche setzte die AOK-Gemeinschaft erstmalig auf das Drei-Partner-Modell, weil es sich um Verträge über "besonders bedeutsame" Wirkstoffe bzw. Wirkstoffkombinationen handelt: Amlodipin, Lisinopril + Hydrochlorothiazid, Losartan, Losartan + Hydrochlorothiazid, Mirtazapin, Omeprazol, Risperidon und Simvastatin. "Damit reagieren wir auf verschiedene Lieferengpässe in der Vergangenheit", erklärte Dr. Christopher Hermann, Verhandlungsführer der AOK-Gemeinschaft und Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg.



DAZ 2013, Nr. 6, S. 18

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