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Amamed startet Bewerberphase

Neue Lieferservice-Plattform setzt auf Preisvergleich

BERLIN (jz) | Seit dem 15. Oktober können sich Apotheken für die Teilnahme an der neuen Bestellplattform „Amamed“ bewerben. Das Onlineportal von ComValue, einer Marketinggesellschaft, die auch Technologieschmiede der Marketingagentur Apozin ist, stellt Versandhandelspreise den Preisen der Apotheke vor Ort gegenüber. Einem Sprecher zufolge soll die neue Plattform voraussichtlich Ende November freigeschaltet werden.

Ziel der neuen Plattform: Kunden sollen sowohl solide Preise als auch die Fachberatung einer Apotheke nutzen können. Bei ihrer ersten Bestellung müssen sie aus einer Liste aller Apotheken der Umgebung ihre persönliche Schnellversandapotheke aussuchen. Nach Auswahl des jeweiligen Produkts – vorerst nur OTC – wird der Preis der lokalen Apotheke dem Versandhandelspreis (bislang der Pinguin-Apotheke in Lübeck) gegenübergestellt.

Vor-Ort-Apotheken können punkten

In 95 Prozent aller Einzelfälle schneidet die Apotheke vor Ort günstiger ab, heißt es bei Amamed. Liege doch der durchschnittliche Warenkorb eines Kunden meist unterhalb der Grenze für eine versandkostenfreie Lieferung. Versandkosten zwischen 3,50 Euro und 4,90 Euro schlagen dann erheblich zu Buche. Der Botendienst sei in den meisten Fällen die günstigere Alternative, zudem auch schneller und mit persönlichem Kontakt.

Das Portal ist für die ersten 1000 Apotheken, die sich für eine Teilnahme bewerben, kostenfrei. Bestellende Kunden haben unter anderem die Möglichkeit, über Zahlungsanbieter wie Amazon oder PayPal zu bezahlen. In diesen Fällen werden für alle teilnehmenden Apotheken Transaktionskosten in Höhe von 4,5 Prozent des Umsatzwertes berechnet. Amamed will nach eigenen Angaben nicht auf klassischen Preiskampf setzen, sondern auf die Erkenntnis des Kunden, dass die Bereitstellung aus der Apotheke meist sinnvoller ist als der Weg über den Versandhandel. 

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