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Lars Lindemann (FDP): Lobbyist und Abgeordneter?

BERLIN (lk). Im Politik-Jargon nennt man es "Aktion Abendsonne": Bei drohenden Stimm- und Mandatsverlusten suchen sich Politiker und Mitarbeiter des Berliner Politikbetriebs vor unsicheren Wahlausgängen berufliche Alternativen. FDP-Gesundheitsexperte Lars Lindemann hat jetzt ein neues berufliches Standbein gefunden. Als "Partner Associate" ist der für die Berliner FDP im Bundestag sitzende Lindemann in die renommierte, auf Gesundheits- und Apothekenrecht spezialisierte Kanzlei "Ehlers, Ehlers & Partner" eingetreten.
Hat ein neues berufliches Standbein: FDP-Gesundheitsexperte Lars Lindemann
Foto: FDP/photothek.net

Dort kann Lindemann seine Kenntnisse und Kontakte als Mitglied des Gesundheitsausschusses künftig gewinnbringend einbringen. Bis in den erlauchten, fünfköpfigen Kreis der Partner der Anwaltskanzlei hat es Lindemann aber nicht geschafft. Dort führt Prof. Dr. jur, Dr. med. Alexander P. F. Ehlers in München die exklusive fünfköpfige Partnerriege an. Die Kanzlei rühmt sich auf ihrer Internetseite besonderer Fähigkeiten im Bereich des Gesundheitswesens: "Anspruchsvolle juristische Beratung und Interessensvertretung setzt mehr voraus als Rechtskenntnisse. Nur eine Spezialisierung auf bestimmte Rechtsgebiete mit einer profunden Kenntnis der jeweiligen Branchen- oder Wirtschaftskreise gewährleistet die optimale Wahrnehmung rechtlicher Belange." Dass sich die Kanzlei nicht nur für komplizierte Rechtsfragen anbietet, belegt die nächste Eigenwerbung: "Unser Anspruch an moderne Rechtsberatung ist es, auch bei engen rechtlichen Grundlagen und schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen innovative Wege zur Realisierung konkreter Ziele aufzuzeigen. Eine gerichtliche Auseinandersetzung betrachten wir nur als ultima ratio."

Man darf gespannt sein, wie Lars Lindemann den neuen Job mit seinem Bundestagsmandat in Einklang bringt.



DAZ 2013, Nr. 4, S. 18

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