Apotheke und Markt

Expopharm 2013

Trends aufspüren, Bewährtes weiterführen

DÜSSELDORF (ral) | Über 500 Aussteller aus 28 Ländern präsentierten in der vergangenen Woche auf der Expopharm in Düsseldorf ihre Produkte und Serviceangebote für die Apotheke. Mehr als 27.000 Besucher informierten sich von Mittwoch bis Samstag an den in drei Hallen auf ca. 40.000 m2 Fläche verteilten Ständen. Die „Nr. 1“ der Pharmamessen in Europa bietet stets eine gute Gelegenheit, um sich einen Überblick darüber zu verschaffen, was sich für die Apothekenpraxis bewährt hat und welche Trends gerade in der Luft liegen. Einen kleinen Messeüberblick haben wir auf den folgenden Seiten für Sie zusammengefasst – zum Nacherleben für Expopharmbesucher und zum Reinschnuppern für alle Daheimgebliebenen.
Fotos: DAZ/Schelbert
Auf zur Expopharm 2013 Etwa 25.000 Besucher nutzten vergangene Woche die Messe in Düsseldorf, um sich Anregungen für die Apotheke zu holen und sich über Trends zu informieren. Erfahrene Messebesucher kamen mit Trolley - für die vielen Infomaterialien und natürlich die Messe-Give-aways.

Seit rund 50 Jahren findet die Expopharm mittlerweile statt. Bereits seit einigen Jahren fällt dabei auf, dass viele große Arzneimittelhersteller nicht mehr auf der Messe zu finden sind. Insbesondere Hersteller von Originalpräparaten sind kaum noch vertreten. Eine der wenigen Ausnahmen bildete in Düsseldorf Bayer HealthCare. Anlass für den Messeauftritt war unter anderem das 150-Jahr-Jubiläum, das Bayer bereits seit Januar mit zahlreichen Aktionen und Festlichkeiten begleitet. Der Weg nach Düsseldorf hat sich für die Leverkusener gelohnt. Thorsten Kujath, Vertriebsleiter Bayer HealthCare Consumer Care, zog jedenfalls eine positive Bilanz: „Die Expopharm war für Bayer HealthCare ein voller Erfolg. Wir haben eine Vielzahl hervorragender und effektiver Gespräche geführt.“ Dem konnte sich Lothar Guske, Vice President Generika/Logistik bei Stada, anschließen. „Die Expopharm 2013 hebt sich wohltuend von früheren Messen ab, auch hinsichtlich der Ansprache an unsere Kunden […] und konnte für unsere Kommunikation überaus erfolgreich genutzt werden“, meinte er. Stada stellte in Düsseldorf vor allem die neue Produktlinie „Stada Diagnostik“ vor. Sie umfasst DNA-Tests, z.B. zur Bestimmung des individuellen Statinwirkpofils, die in Kooperation mit der humatrix AG vertrieben werden, sowie Selbsttests für die Abgabe an Apothekenkunden, z. B. einen Test zur Bestimmung des Eisenstatus. Für Generikahersteller war die Expopharm offenbar insgesamt interessanter als für Anbieter von Originalpräparaten. So waren neben Stada noch einige weitere Generikanbieter wie Actavis, 1A Pharma, Aliud und betapharm vertreten. Auch Importeure wie CC Pharma, Kohlpharma, ACA Müller und die Orifarmgruppe nutzten die Messe, um sich zu präsentieren. Daneben war die Expopharm wie bereits in den Jahren zuvor vor allem für „Spezialisten“ interessant. So konnte man sich z. B. am Stand von bene-Arzneimittel über die verschiedenen Darreichungsformen von ben-u-ron® informieren oder am Stand von Steripharm über Präparate für die Schwangerschaft wie Folio® oder Nausema® beraten lassen.

Alternative Heilmethoden sind gefragt

Dass der Trend zu alternativen Heilmethoden ungebrochen ist, zeigte die rege Messebeteiligung von Anbietern homöopathischer Arzneimittel, von Schüßler-Salzen, Arzneitees und pflanzlicher Präparate. Die A. Pflüger GmbH & Co. KG konnte diesen Trend in Düsseldorf sogar mit Zahlen belegen: In einer aktuellen Umfrage des Unternehmens unter Apothekern und PTA antworteten 89 Prozent der Befragten, dass immer mehr Kunden bei ihnen nach der kurenmäßigen Anwendung von Schüßler-Salzen fragen würden. Aktive Empfehlungen dazu sprechen nach der Umfrage allerdings nur 65 Prozent des Apothekenpersonals aus. Hier liegt also noch Potenzial für eine erfolgreiche Beratung und für Zusatzverkäufe brach. Um dieses Potenzial ausschöpfen zu können, sollte man sich mit der Thematik natürlich aber auskennen. Pflüger testete das Schüßler-Salz-Wissen der Messebesucher mithilfe eines Bingo-Spiels. Am Stand von Orthim konnte man erfahren, dass die Mineralstoffe der Schüßler-Salze nicht nur innerlich, sondern auch äußerlich zum Einsatz kommen können. Vorgestellt wurde unter anderem die neue Orthim-Mineralstoff-Serie, die zur unterstützenden Pflege der Haut bei Akne, Ekzemen, Gelenk- und Muskelbeschwerden, Neurodermitis und Venenleiden entwickelt wurden.

Bio Aromen zum Ausprobieren Bei Taoasis kann man ab sofort einen Piaggio für ein Event buchen. Darin sind u. a. eine Orangensaftpresse, ein Kühlschrank und eine Eiswürfelbox eingebaut, um z. B. Aromacocktails mit den Taoasis Bio Aromen zu verkosten.

Auch beim österreichischen Schüßler-Salz-Anbieter Adler Pharma lag ein Schwerpunkt auf der äußerlichen Mineralstoff-Anwendung. Neben Minderalstoff-Salben bietet Adler Pharma auch Cremegele und Gele an, z. B. das Mineralstoffgel W, das nach der ersten Wundversorgung zum Einsatz kommt, oder das Sting Away Cremegel, das eine Mischung hoch verdünnter Mineralstoffe zum Auftragen auf Mückenstiche enthält. Speziell für Babys gibt es eine Schüßler Baby Pflege mit Wickelcreme, Windsalbe und Hautpflegecreme.

Großes Thema: Warenwirtschaft

„Hol Dir was Du brauchst“ ist das Motto von Apothekia, einer neuen Online-Fortbildungsplattform für PTAs.

Gut vertreten auf der Expopharm waren in diesem Jahr die Softwarehäuser. ADG, Asys, Awinta, Cida, Lauer-Fischer und Pharmatechnik hatten jeweils einen Stand auf der Expopharm. Die ADG nutzte die Messe unter anderem, um ihren Servicegedanken zu vermitteln. So nah am Kunden wie möglich sollen neue Produkte entwickelt und auch für besondere Bedürfnisse Lösungen gefunden werden. Unterstützt wird die ADG dabei durch mehrere Referenzapotheker, die teilweise auf der Messe anwesend waren und über ihre Erfahrungen mit dem Softwarehaus berichteten. Mithilfe dieser Apotheker hat das Unternehmen z. B. den ADG-Coach entwickelt, der dazu beiträgt, jederzeit den Überblick über Zahlen, Aufgaben und Umsetzungsstatus zu behalten. Vorgestellt wurde auf der Expopharm zudem die Möglichkeit, Rechnungen per E-Postbrief direkt aus der Warenwirtschaft zu versenden.

Die Awinta GmbH stellte auf der Expopharm erstmals das neue „all-in-one“-Terminal aT1 vor (siehe auch DAZ Nr. 2013, Nr. 38, S. 77). Es vereint alle Funktionen der Warenwirtschaft in sich und soll insbesondere mit der neu entwickelten Version der Warenwirtschaftslösung jump 2.0 ein perfektes Team bilden. Ein Team, für das sich viele Apothekenleiter interessierten. „Die Expopharm 2013 war eine großartige Plattform für unsere Innovationen. Unsere Standbesucher waren mehrheitlich Apotheken-Entscheider“, freute sich Awinta-Geschäftsführer Dr. Dr. Hermann Sommer.

Auch am Lauer-Fischer-Stand feierte man zur Expopharm eine Premiere: Winapo® One, eine Verbindung aus Touchscreen und PC, der für die Lauer-Fischer-Apothekensoftware Winapo® 64 otptimiert ist. „Mit Winapo® One haben wir die Schaltstelle der Zukunftsapotheke entwickelt”, freut sich Lars Henze, Geschäftsfeldleiter Apotheke und Warenwirtschaft der CompuGroup Medical Deutschland AG.

Das leuchtet ein Werbung mit Licht war das Thema verschiedener Messestände. Hier im Bild die topco Handels GmbH, die unter dem Motto „Umsatzplus mit Lichtgeschwindigkeit“ LED-Werbung vertreibt.

Und auch am Stand von Pharmatechnik gab es Produktneuheiten zu sehen und zu testen. In den Mittelpunkt stellte das Softwarehaus sein Warenwirtschaftsprogramm IXOS, das mittlerweile mit einem schnellen Rezeptscanner kombiniert ist und seit Kurzem auch einen Managmentreport bietet. Er soll ein effizientes Controlling der wichtigsten betriebswirtschaftlichen Kennziffern ermöglichen, Schwachstellen aufdecken und zeigen, wo verborgene Potenziale stecken.

Eine Möglichkeit des Apotheken-Marketings präsentierte Pharmatechnik mit ApoTV. Auf dem von Pharmatechnik zur Verfügung gestellten Flatscreen können Apotheken individuelle Schwerpunkte und Dienstleistungen sowie aktuelle Angebote und Informationen für Kunden verfügbar machen.

Viel los beim Deutschen Apotheker Verlag

Bücher, Zeitschriften, digitale Medien - am DAV-Stand gab es viel zu entdecken.

Gut beschäftigt waren die Kolleginnen und Kollegen am Stand des Deutschen Apotheker Verlags. Das Verlagsprogramm mit seinen Büchern, Zeitschriften und digitalen Medien stand zum Anschauen, Durchblättern und Testen bereit und wurde rege nachgefragt. Verschiedene Aktionen und Präsentationen zogen zudem die Messebesucher an den Stand. Täglich konnte man sich z.B. über apotheken.de und die ApothekenApp sowie das Laborprogramm für Apotheken informieren. Auch galt von Mittwoch bis Samstag das Angebot „Wir machen Ihr Smartphone fit für Ihre DAZ.news-App“. Am Mittwoch, Donnerstag und Samstag hatten die Standbesucher darüber hinaus die Gelegenheit, an einem Gewinnspiel zur neuen aporello-Reihe teilzunehmen, unter dem Motto „Ordnen Sie zu und gewinnen Sie!“. Die PTAheute-Redaktion stand am Freitag und Samstag bereit und lud zum großen PTAheute-Quiz ein – mit süßer Belohnung von Ritter Sport. Großer Beliebtheit erfreute sich am Freitag die DAZ-Aktion „Ihr Porträt auf dem DAZ-Cover“. Das Angebot: Sich vom Profi-Fotografen ablichten lassen und eine DAZ mit dem eigenen Bild nach Hause geschickt bekommen. Eine „Zusammenfassung“ der Shootings sehen Sie auf dem Titelbild dieser DAZ. Allen, die teilgenommen haben, an dieser Stelle vielen Dank. Die Aktion hat auch uns von der DAZ großen Spaß gemacht und war ein netter Anlass, um ins Gespräch zu kommen.

Bitte lächeln! Wer das Angebot genutzt und sich bei uns am Stand hat fotografieren lassen, findet in dieser Woche eine personalisierte DAZ im Briefkasten.
Schokolade gab es beim Quiz der PTAheute-Redaktion zu gewinnen. Lecker!

Eine Frage der Darstellung

Foto statt Schachtel Das System von View Vision soll das Aufstellen und Abstauben von Packungen überflüssig machen. Die vollautomatische virtuelle Sichtwahl ist laut Anbieter an jeden Kommissionierautomaten anbindbar und wird per Touch bedient.

„Informationen für Kunden“ war auch ein Thema am Stand von Aliud Pharma. Dort wurde unter anderem das Infoterminal vorgestellt. Das bislang in zehn Pilotapotheken eingesetzte System kann in der Freiwahl platziert werden und bietet die Möglichkeit, dass sich Apothekenkunden selbstständig informieren oder in einer geführten Präsentation durch das Apothekenpersonal beraten werden. Bedient wird das Terminal per Touch. Wird es gerade nicht für die Beratung benötigt, startet automatisch eine Werbeschleife mit ausgewählten Angeboten, Aktionen, Nachrichten und Informationen – und soll den Kunden so Wartezeiten verkürzen. Ebenfalls auf dem Touch-Prinzip basiert die vollautomatische virtuelle Sichtwahl von View Vision.

Statt Regalen mit OTC-Packungen hat man dabei einen oder mehrere Bildschirme hinter dem HV-Tisch, auf denen die Produkte, die man in der Sichtwahl präsentieren möchte, abgebildet sind. Das System kann laut Hersteller an jeden Komissionierautomaten angebunden werden. Beraten wird über das Bild, der Touch auf eine Packung löst dann ggf. die Freigabe der Ware aus dem Lager aus.

Lagerverwaltung leicht gemacht

Wer sich für die virtuelle Sichtwahl interessierte, konnte sich anschließend gleich überlegen, mit welchem Kommissioniersystem er sie kombinieren will, denn zahlreiche Anbieter von automatisierten Lagersystemen wie CareFusion|Rowa, Gollmann, K2, Apostore oder Dacos waren auf der Expopharm vertreten. Mit gutem Grund: Geht es doch mittlerweile für viele Apothekeninhaber offenbar nicht mehr um die Frage, ob sie überhaupt in ein entsprechendes System investieren sollen, sondern vielmehr darum, welches System für die eigene Apotheke am besten geeignet ist und welche Rahmenbedingungen geboten werden.

So wird als Neuheit bei CareFusion|Rowa z.B. angeboten, das Kommissioniersystem Rowa Smart® zu mieten, statt zu kaufen. Finanzierung, Service und System kommen dabei aus einer Hand – direkt von CareFusion|Rowa. Miete und Servicerate belaufen sich monatlich auf 980 Euro plus einmalige Inbetriebnahmegebühr von 7500 Euro (für das System mit 4800 mm Länge). Dr. Christian Klas, Geschäftsführer Rowa Technologies von CareFusion dazu: „Es war uns ein Anliegen, ein Angebot zu schaffen, mit dem Apotheken von der besonderen Rowa Technologie profitieren können, ohne vorab eine hohe Investition zu tätigen. Unser Angebot eignet sich besonders für neu gegründete Apotheken oder Filialen.“

Aktion: Franziska van Almsick bei Stada

Franziska von Almsick war am Stada-Stand zu sehen und zu hören.

Am Freitag gab Franziska van Almsick am Stada-Stand auf der Expopharm ein Interview. Die zweifache Mutter ist das Werbegesicht von Magnetrans® und sprach über ihre Erfahrungen mit Magnesium, über die Bedeutung von Sport für Kinder und was ihr bei einer Apotheke wichtig ist.

Seit 2012 ist van Almsick das Gesicht der Stada-Marke Magnetrans® - und froh darüber, denn „als Sportler kommt man nicht an Magnesium vorbei“. Mit den Anzeichen eines drohenden Magnesiummangels kennt sich van Almsick aus, sodass sie Betroffene schnell mit einem guten Tipp in die Apotheke schicken kann. Sie selbst hat eine Stammapotheke, die neben kompetenter Beratung auch gleich eine Packung Magnetrans® auf den Tresen legt, sobald sie den Laden betritt. Dass in Apotheken beraten wird, findet van Almsick wichtig, denn das mache eine gute Apotheke aus.

Freiwahl im Fokus

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen machen es immer weniger möglich, alleine von Arzneimitteln zu leben. Das freiverkäufliche Sortiment erhält daher eine zunehmend wichtiger werdende Bedeutung. Auf der Expopharm kann man diesen Trend seit einigen Jahren schon beobachten, denn immer mehr Anbieter aus diesem Segment präsentieren sich mit ihren Produkten auf der Messe. Auch in Düsseldorf nahmen Anbieter von Nahrungsergänzungsmitteln, Kosmetiklinien, Zahnpflegeartikeln und Produkten für Tiere breiten Raum ein.

Hart verdientes Geld bedeuteten Messejobs wie der Auftritt als Harntee oder laufende Vagina. Da war man als Dino schon beinahe gut dran.

Dermokosmetik und Spa-Feeling

Das patentierte Resveratrol-Oleyl, das z.B. in der Vinexpert-Serie eingearbeitet wurde, war einer der Messeschwerpunkte bei Caudalie.

Im Bereich der Kosmetik suchte man in Düsseldorf einige der bekannten Marken allerdings vergeblich. Weder Vichy noch Lierac noch Avène noch Dr. Hauschka oder Widmer hatten einen Messestand. Kosmetikanbieter wie Caudalie, Nuxe, Dermasence, Neubourg, La mer und Bioderma dürften hierüber nicht unglücklich gewesen sein. Hatten die Messebesucher doch umso mehr Zeit, sich mit ihren Produkten auseinanderzusetzen und sich darüber zu informieren, was es Neues gibt. Bei Caudalie lag der Fokus dabei auf der Vorstellung des patentierten Resveratrol-Oleyls, einer neuen Generation des Resveratrols, das die Produktion der Kollagenfasern stimulieren, die Hautdichte erhöhen und die Glykation in der Haut hemmen soll. Vorgestellt wurden zudem neue Produkte wie die Crème Gourmande Mains et Ongles. Bei Bioderma stand das kürzlich eingeführte Sébium global, eine entzündungshemmende Intensivpflege für die unreine Haut, im Mittelpunkt und bei Neubourg wurde unter anderem Allpresan diabetic Protect vorgestellt, das neben pflegenden Komponenten nun auch mit einem Pilzschutz ausgestattet ist. Zwei Trends im Bereich der Kosmetik waren auf der Expopharm zu erkennen: Dermokosmetik und Spa-Feeling.

Schwer im Kommen Cranberry liegt derzeit im Trend. Entsprechende Produkte fand man an verschiedenen Expopharm-Ständen.

So sprechen verschiedene Kosmetikanbieter mit ihren Produkten gezielt Apothekenkunden an, die mit Hautproblemen zu kämpfen haben und spezielle Lösungen für sich suchen. Beispielsweise richtet sich Dermasence auf die kosmetische Behandlung von Hautbarrierestörungen, die sich sowohl in empfindlicher, trockener Haut als auch in unreiner Haut niederschlagen können. Dermokosmetikprodukte punkten mit wenigen ausgewählten Inhaltsstoffen und sehr guter Verträglichkeit. Duft sucht man bei ihnen meist vergeblich. Er spielt dafür bei Kosmetiklinien, die Spa-Feeling vermitteln sollen, eine große Rolle. Das Thema Anti-Aging steht dabei meist im Vordergrund, z. B. bei Firmen wie La mer und auch bei einigen „neuen“ Playern, die auf der Expopharm vertreten waren und den Zugang zur Apotheke suchen. Eine davon war die aus Spanien kommende Kosmetiklinie Sensilis. Sie richtet sich an anspruchsvolle Apothekenkundinnen, die neben Wirksamkeit und Verträglichkeit bei Cremes und Co. auch Wert auf das Pflegeerlebnis legen. Um dieses Erlebnis zu vermitteln, arbeitet Sensilis mit Inhaltsstoffen wie Kaviar und Diamantpuder und hat seine Produkte zudem hochwertig verpackt.

Spa-Feeling kommt aber auch bei einer Marke auf, bei der man das zunächst nicht erwarten würde: Retterspitz. Die Produkte, zu denen neben Retterspitz innerlich und äußerlich auch Kosmetika wie eine Bodylotion gehören, wurden vom Design her überarbeitet und lassen einen vom Duft her an Wellnessbehandlungen denken.

Zahnpflege aus der Apotheke

Ab hier noch 30 Minuten Am Philips-Stand warteten permanent lange Schlangen auf das Messe-Highlight, den Sonicare AirFloss, den man für einen „Langzeittest“ mitnehmen durfte.

Auch wenn es immer wieder kontrovers diskutiert wird – Zahnpflegeartikel scheinen nach wie vor interessant für das Freiwahlsortiment zu sein. Auf der Expopharm zumindest fanden sich in jeder Halle Anbieter von entsprechenden Produkten. Bei TePe etwa konnte man sich über verschiedene Möglichkeiten der manuellen Zahnzwischenraumreinigung infomieren. Neben Interdentalbürsten in diversen Größen und dazugehörigem Interdentalgel wurde am Stand auch das TePe Bridge & Implant Floss für die Reinigung von Implantaten, Brücken und Multibandapparaturen beworben.

Mit einem knap 200 qm2 großen Stand präsentierte sich Philips in Düsseldorf mit einem breiten Produktangebot – darunter auch verschiedene elektronische Zahnreinigungsprodukte. Der Clou bei Philips: Messebesucher konnten den für die Zahnzwischenraumreinigung entwickelten Philips Sonicare AirFloss am Stand testen und anschließend für einen Langzeittest nach Hause nehmen. Das zog! Um den Stand schlängelte sich stets eine lange Schlage von Messebesuchern, die geduldig auf ihr Geschenk wartete.

Pulver für die Figur, Bio für Hund und Katze

Nahrungsergänzung und Diätetika standen in diesem Jahr wieder hoch im Messekurs. Vor allem Formuladiäten wurden einem „gefühlt“ an jeder Messeecke angeboten. Almased lud z. B. zum Geschmackstest ein, Figura Pharma bot Diätshake-Proben, bei Megamax konnte man kosten und Kooperationen stellten ihre Eigenmarken vor. Was uns positiv aufgefallen ist: Süß scheint nicht mehr angesagt zu sein. Die Produkte, die wir getestet haben, schmeckten alle sehr dezent und waren gut zu trinken.

Last but not least bot die Expopharm nicht nur für menschliche, sondern auch für tierische Apothekenkunden wieder ein breites Angebot. Firmen wie cdVet, OrganicVet und PetMedical waren auf der Messe präsent. Der Trend für Tiere: Bio! Natürliche Zutaten, keine Konservierungs-, keine Farb,- Lock- und Aromastoffe, Pflegeprodukte auf Pflanzenbasis – das sind Argumente für Tierprodukte aus der Apotheke statt aus dem Supermarkt. Potenzial hat das mit Sicherheit. Denn für die vierbeinigen Lieblinge sind Frauchen und Herrchen oft bereit viel zu tun – und auszugeben. 

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