Prisma

Fleischesser sind psychisch gesünder

(jb). Immer mehr Menschen entscheiden sich aus verschiedenen Gründen für eine fleischlose Ernährung. Psychologen wollen jetzt herausgefunden haben, dass Vegetarier eher zu psychischen Erkrankungen neigen als Personen, die Fleisch essen.

Ungefähr 3% der Deutschen ernähren sich vegetarisch, mit steigender Tendenz. In zahlreichen Studien konnte gezeigt werden, dass Vegetarier im Vergleich zur übrigen Bevölkerung körperlich gesünder sind. Das mag an der generell gesundheitsbewussten Lebensweise liegen, aber auch daran, dass vegetarische Kost häufig fettärmer und damit gesünder ist. Aus den Teilnehmern der im Auftrag des Robert-Koch-Instituts durchgeführten "Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland" wurden 244 Vegetarier und 242 Fleischesser ausgewählt und ihre Krankengeschichten ausgewertet. Das Ergebnis: Vegetarier erkranken häufiger an psychischen Leiden, wie Depressionen, Angststörungen und Essstörungen. Einen ursächlichen Einfluss der vegetarischen Ernährung auf die Entwicklung einer psychischen Störung konnten die Autoren nicht feststellen. Vielmehr scheint eine psychische Erkrankung die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, Vegetarier zu werden.


Quelle: Michalak J, et al. Int J Behav Nutr Phys Act. 2012, 9: 67 (7 June 2012).



DAZ 2013, Nr. 3, S. 6

Das könnte Sie auch interessieren

Benefit und Risiken der veganen Ernährung – eine Auswertung der Datenlage

Frei von tierischen Bestandteilen

Kein Fleisch, aber Fisch senkt das Darmkrebs-Risiko

Vorteil für Pesco-Vegetarier

Rein pflanzliche Kost erhöht die Krankheitsrisiken

Kränkliche Vegetarier

Pflanzenbasierte Kostformen bieten gesundheitliche Chancen, aber auch gewisse Risiken

Vegan: Hit oder Hype?

0 Kommentare

Das Kommentieren ist aktuell nicht möglich.