Interpharm 2013

UniDAZ-Wissenschaftspreis 2013 verliehen

(zie). Wie schon im vergangenen Jahr nutzte die UniDAZ, das Studentenmagazin der DAZ, auch heuer den feierlichen Rahmen der Interpharm, um ihren Wissenschaftspreis zu verleihen. Aus der Vielzahl hochklassiger Beiträge wählte die Jury die Arbeit "Untersuchung der chemopräventiven und -therapeutischen Aktivität synthetischer, geruchloser Schwefelverbindungen in menschlicher Leukämie" von Anne-Kathrin Baltes zur Siegerin des diesjährigen Wettbewerbs. Die Arbeit wird in der DAZ Nr. 14 vom 4. April 2013 erscheinen.

Wie UniDAZ-Herausgeber Dr. Andreas Ziegler in seiner Laudatio betonte, ist es seit jeher ein wichtiges Anliegen des Deutschen Apotheker Verlags, den pharmazeutischen Nachwuchs sowie dessen Bewusstsein für die wissenschaftliche Pharmazie zu fördern. Vor diesem Hintergrund sei es besonders erfreulich, dass die diesjährige Interpharm von über 650 Studenten aus ganz Deutschland besucht werde. Dies sei ein Beleg dafür, dass die Interpharm mit ihren 25 Jahren eine junge, attraktive Dame im besten Alter sei, die auch die nächste Apothekergeneration anspreche. Man könne daher mit einigem Stolz sagen, dass es außerhalb des Hochschulbereichs weder auf nationalem noch auf internationalem Boden eine vergleichbare Veranstaltung gibt, die ansatzweise so viele Pharmaziestudenten versammelt.


Strahlende Siegerin: Die Trägerin des UniDAZ-Wissenschaftspreises 2013, Anne-Kathrin Baltes, mit Jury-Mitglied Prof. Thomas Herdegen (2. v. r.) und der UniDAZ-Redaktion.

Geruchlose Schwefelverbindungen bei Leukämie

Das große Interesse des pharmazeutischen Nachwuchs an der pharmazeutischen Wissenschaft, zeigte sich auch in der Zahl und der Qualität der eingereichten Arbeiten, die um den diesjährigen UniDAZ-Wissenschaftspreis konkurrierten. Sie wurden von der aus fünf renommierten Hochschulprofessoren bestehenden Fachjury allesamt mit hervorragenden Bewertungen bedacht. Doch auch bei einer Vielzahl hochklassiger Beiträge kann letztlich nur einer ganz oben stehen. Nach intensiver Abwägung hatten die Juroren in diesem Jahr Frau Anne-Kathrin Baltes zur Siegerin gekürt. Sie untersuchte im Rahmen einer internationalen Kooperation der Universität des Saarlandes mit dem Laboratoire de Biologie Moléculaire et Cellulaire du Cancer in Luxemburg die chemopräventive und therapeutische Aktivität synthetischer, geruchloser Schwefelverbindungen in menschlicher Leukämie. Dabei fand sie unter anderem heraus, dass diese synthetischen Verbindungen genauso wirksam sind wie natürliche Derivate und dass sich darüber hinaus die Stabilität der Verbindungen durch eine Modulation der Seitenkette maßgeblich steigern lässt.

Hervorragende Referenz

Das Thema ihrer Arbeit griff auch Jury-Mitglied Prof. Dr. Thomas Herdegen auf, der es sich nicht nehmen ließ, bei der Preisverleihung persönlich anwesend zu sein. Mit einem Augenzwinkern verwies er in seiner Ansprache darauf, dass der Blumenstrauß, den er der Siegerin überreichte, vollkommen natürlich und mit Sicherheit nicht geruchlos sei, zu den Schwefelverbindungen könne er zwar nichts sagen, er hoffe aber, solche seien allenfalls in Spuren enthalten. Er lobte Frau Baltes‘ wissenschaftliche Arbeit, die eine hervorragende Referenz für ihren weiteren Werdegang darstelle und zeige, aus welch gutem akademischem Haus sie komme.

Impulse für weitere pharmazeutische Laufbahn

Die UniDAZ-Herausgeber Dr. Andreas Ziegler und Dr. Benjamin Wessinger freuten sich mit der Preisträgerin über ihren Erfolg und hofften, sie habe ihren Aufenthalt in Hamburg, zu dem der Deutsche Apotheker Verlag sie eingeladen hatte, ebenso genossen wie den Besuch der Interpharm 2013, von der sie sowie alle anderen Besucher sicher interessante Impulse für ihre weitere pharmazeutische Laufbahn mitnehmen könne. Insbesondere die Studenten riefen die Laudatoren dazu auf, der Interpharm auch nach ihrem Studienabschluss als treue Besucher erhalten zu bleiben und freuten sich auf ein Wiedersehen bei der nächsten Interpharm 2014 in Berlin.



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