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BAV fordert leistungsgerechte Apothekenvergütung

BERLIN (ks/bav). Zur Unterstützung ihrer Forderung nach einer leistungsgerechten Vergütung haben die Apotheken in Oberfranken Ende letzten Jahres 3377 Unterschriften von Patienten und Kunden gesammelt. Letzte Woche hat Dr. Hans-Peter Hubmann, 1. Vorsitzender des Bayerischen Apothekerverbands e. V., die Unterschriftenlisten an die bayerische Gesundheitsstaatssekretärin Melanie Huml (CSU) überreicht.

Die Sammlung war bei einer Protestaktion von oberfränkischen Apothekern zusammengekommen. Zahlreiche Apotheken in den Landkreisen Coburg, Kronach, Kulmbach, Lichtenfels und Wunsiedel hatten für einen halben Tag den Dienst eingeschränkt. Ihr Protest richtete sich gegen die starre Haltung der Krankenkassen beim Kassenabschlag – bis heute sind sich GKV-Spitzenverband und DAV bekanntlich uneins, wie hoch dieser Zwangsrabatt im laufenden Jahr sein soll.

"Die große Anzahl der Unterschriften zeigt uns, welchen Rückhalt die Apotheken bei ihren Kunden haben", sagt Hubmann. "Das sollten auch die Krankenkassen zur Kenntnis nehmen." Auch Huml bekräftigte, dass die Apotheken vor Ort unverzichtbar für eine qualitativ hochwertige, flächendeckende Arzneimittelversorgung in Bayern seien. Bayern werde sich daher auch weiterhin dafür einsetzen, die Apotheken insbesondere im ländlichen Raum nachhaltig zu stärken.

Hubmann bat Huml bei der Unterschriftenübergabe, sie möge als Gesundheitsstaatssekretärin ihren politischen Einfluss für eine sichere Versorgung der Menschen mit Arzneimitteln geltend machen.



DAZ 2013, Nr. 11, S. 16

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