Gesundheitspolitik

ABDA-Protestaktion rollt an

Berlin (lk/ks). Ungeachtet des für den 21. Februar vereinbarten Treffens von ABDA-Präsident Friedemann Schmidt und BAK-Präsident Andreas Kiefer mit Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) lässt die ABDA ihre für den 28. Februar geplante Protestaktion zum Not- und Nachtdienst planmäßig anrollen.

Anfang letzter Woche verschickte das Berliner Apothekerhaus die vorbereiteten Handzettel und Plakate sowie einen Leitfaden mit Hinweisen über den Ablauf an die Mitgliedsorganisationen. Diese wiederum unterrichteten mittlerweile ihre Mitglieder.

"Ihnen ist freigestellt, die Aktion zeitlich nach vorn oder hinten auszudehnen", heißt es im Leitfaden. Grundsätzlich beginnen soll der Klappendienst am 28. Februar um 12 Uhr. Damit reagiert die ABDA offenbar auf Kritik aus den Mitgliedsorganisationen, die einstündige Aktion während der Mittagszeit sei zu kraftlos. In einigen Regionen werden die Apotheken sicherlich über die gemeinsame Proteststunde am Mittag hinausgehen. Manche wollen die Aktion verlängern, andere denken an eine einstündige komplette Schließung (mit Klappendienst der notdienstbereiten Apotheken).

Eins ist jedoch klar: Auch wenn Minister Bahr an diesem Donnerstag eine Lösung für die Notdienstpauschale auf den Tisch legt, werden die Apotheken am 28. Februar in Aktion treten. Denn selbst dann bleibt die Entscheidungslage unsicher – schließlich müsste Bahrs Gesetz dann vom Bundesrat abgesegnet werden. Der Aktionstag hätte dann also vor allem die Länder als Adressat vor Augen.



AZ 2013, Nr. 8, S. 1

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