Gesundheitspolitik

Zwangsrabatte entlasten Kassen um 3,8 Mrd. Euro

IMS Health-Daten zum Apotheken- und Herstellerabschlag

Berlin (ks). Im Jahr 2012 haben die Apotheken 1,25 Milliarden Euro Zwangsrabatt an die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) abgeführt. Die gesetzlichen Abschläge der pharmazeutischen Hersteller an die GKV beliefen sich auf 2,5 Milliarden Euro – für sie kamen zudem bis zu 440 Millionen Euro Sparbeitrag für die privaten Krankenversicherungen hinzu. Dies geht aus aktuellen Daten von IMS Health hervor.

Allein im Dezember 2012 sparte die GKV durch die Nachlässe der Apotheken rund 101 Millionen Euro. Dies ist etwas weniger als im Dezember des Vorjahres (109 Mio. Euro) und mit der rückläufigen Zahl abgegebener Packungen zu erklären. Diese wiederum dürfte ihren Grund darin haben, dass viele Patienten Arztbesuche von Dezember auf Januar verschoben haben – denn seit diesem Jahr müssen sie keine Praxisgebühr mehr zahlen.

Die Herstellerzwangsrabatte beliefen sich letzten Dezember auf rund 214 Mio. Euro. Dieser Wert liegt sogar um 6,2 Prozent unter dem des Vorjahresvergleichsmonats (201 Mio. Euro).

Noch bis Ende 2013 gilt für Nicht-Festbetragsarzneimittel ein gesetzlicher Zwangsabschlag von 16 Prozent. Die Apotheken hatten den Kassen nach den gesetzlichen Sparvorgaben 2011 und 2012 einen Abschlag von 2,05 Euro pro verschriebener Arzneimittelpackung zu gewähren.



AZ 2013, Nr. 7, S. 8

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