Gesundheitspolitik

Engelen und Preis schreiben an Abgeordnete

Glückwunsch zum Einzug ins Parlament

BERLIN (lk) | Mit einem gemeinsamen Schreiben haben sich Apothekerkammer und Apothekerverband Nordrhein anlässlich der konstituierenden Sitzung des Bundestages an die nordrheinischen Bundestagsabgeordneten gewandt: Verbands-Chef Thomas Preis und Kammerpräsident Lutz Engelen fordern darin Unterstützung für die öffentlichen Apotheken, verlässliche Rahmenbedingungen sowie eine leistungsgerechte Ertragsbasis.

Zunächst gratulieren Kammer und Verband den Abgeordneten Nordrheins zur Wahl in den 18. Deutschen Bundestag und wünschen ihnen „stets das nötige Quäntchen Glück, die gesetzten politischen Ziele zu erreichen“.

Dann machen sie deutlich, was sie von der Politik erwarten: „In Anbetracht eines stetig steigenden Leistungsaufwands brauchen die öffentlichen Apotheken dringend Anpassungen an steigende Anforderungen und steigende Kosten“, schreiben Preis und Engelen.

Sie benennen ihre Ziele als Spitzenorganisationen der 2400 öffentlichen Apotheken in Nordrhein: Die Sicherstellung und Weiterentwicklung der flächendeckenden Arzneimittel- und Gesundheitsversorgung durch die öffentlichen, unabhängigen Apotheken – und das patientenindividuell, wohnortnah und zukunftsorientiert auf hohem Qualitätsniveau.

Eine der größten Herausforderungen sehen sie im zunehmenden Alterungsprozess der Gesellschaft. „Dabei wollen die öffentlichen Apotheken noch stärker ihre pharmazeutische Kompetenz durch qualitätsgesicherte Leistungen, insbesondere bei der Betreuung chronisch kranker und multimorbider Patienten, aktiv einbringen“, so der Brief weiter. Dazu sei die kontinuierliche Stärkung der öffentlichen Apotheken unerlässlich und verlässliche Rahmenbedingungen und eine leistungsgerechte Ertragsbasis unverzichtbar: „In Anbetracht eines stetig steigenden Leistungsaufwands brauchen die öffentlichen Apotheken dringend Anpassungen an steigende Anforderungen und steigende Kosten.“ Die öffentlichen Apotheken brächten mit ihren bundesweit täglich vier Millionen Kunden- bzw. Patientenkontakten (allein in NRW 800.000) sehr gute Voraussetzungen mit, um künftig noch mehr Verantwortung im Gesundheitssystem zu übernehmen, insbesondere im Hinblick auf den Ausbau der Leistungen in den Bereichen Arzneimitteltherapiesicherheit und zur Gesundheitsvorsorge. 

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