Gesundheitspolitik

eGK jetzt stoppen!

Linksfraktion schreibt offenen Brief an Ärzte

BERLIN (jz) | Anfang Oktober haben es GKV-Spitzenverband und Kassenärztliche Bundesvereinigung beschlossen: Ab Januar 2014 gilt noch die elektronische Gesundheitskarte (eGK). Dagegen machen nun Kathrin Vogler und Jan Korte von der Linksfraktion mobil: In einem offenen Brief fordern sie die Ärzte auf, die Umsetzung zu stoppen. Patienten und Ärzte wehrten sich „mit guten Gründen“ seit vielen Jahren gegen das Projekt.

Die Einführung der eGK führe für die Versichertengemeinschaft zu mehreren Milliarden Euro an Kosten, gefährde die Sicherheit der Patientendaten, belaste Ärzte zusätzlich und verschlechtere so die Behandlungsqualität statt die Versorgung zu verbessern, schreiben Vogler und Korte. Darüber hinaus drängten jetzt die Kassen, dass die eGK „im Eiltempo“ zur Pflicht für die Inanspruchnahme ambulanter Behandlungen werde. „Nun liegt es in Ihrer Hand“, appellieren die Abgeordneten an die Ärzte. „Wirken Sie in Ihren Gremien darauf hin, dass die vertragliche Vereinbarung zwischen KBV und GKV-Spitzenverband, sämtliche Krankenversicherungskarten ab 1.1.2014 für ungültig zu erklären, rückgängig gemacht wird! Stoppen Sie die eGK!“ Sodann verweisen sie auf Beschlüsse und Stellungnahmen aus Ärzteorganisationen, in denen die Entscheidung zum Projekt eGK kritisiert oder abgelehnt wurde. 

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