Gesundheitspolitik

Vier Milliarden Euro Zwangsrabatt

Berlin (lk). Die Zwangsabschläge von Herstellern und Apotheken werden im Jahr 2012 die Vier-Milliardenmarke überspringen. Bis November betrugen die Zwangsrabatte bereits 3,9 Mrd. Euro. Davon floss der Löwenanteil mit 3,5 Mrd. Euro an die gesetzlichen Kassen. 400 Mio. Euro Rabatt erhielten die privaten Versicherer laut aktuellen Zahlen von IMS Health von Januar bis November 2012.

Damit lagen die Zwangsrabatte unterm Strich in etwa auf Vorjahresniveau. Der Grund: Beim Umsatz und Absatz von Rx-Arzneimitteln hat sich 2012 wenig verändert. Im November sparte die GKV durch Herstellerrabatte rund 221 Mio. Euro ein. Dieser Wert liegt um 1,8 Prozent über dem des Vorjahresmonats.

Im November 2012 lagen die Einsparungen der GKV durch den Apothekenabschlag mit 110 Mio. Euro nahezu auf Vorjahresniveau (109 Mio. Euro). Bedingt durch die fast stagnierende Menge von Packungen im November (+ 0,3%) bleibt der Nachlassbetrag der Apotheken fast gleich.

Die GKV-Ausgaben für Arzneimittel (inkl. Impfstoffe und Testdiagnostika) stiegen im November um 1,5 Prozent auf 2,6 Mrd. Euro (AVP, abzgl. Zwangsrabatte, ohne Berücksichtigung der Einsparungen aus Rabattverträgen). In den ersten elf Monaten 2012 erhöhten sich die GKV-Ausgaben ohne Impfstoffe um 2,3 Prozent auf 27 Mrd. Euro.



AZ 2013, Nr. 4, S. 2

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