Wirtschaft

Hochwasser: Firmen helfen

Immer mehr Unternehmen helfen betroffenen Apotheken

Stuttgart (wes). Die verheerenden Überschwemmungen haben weitere Firmen veranlasst, mit Spenden und Unterstützung zu helfen. Neben dem Deutschen Apotheker Verlag (s. Kasten) haben auch Novartis Deutschland und die Apotheker- und Ärztebank Hilfe zugesagt.

Novartis Deutschland teilt mit, dass rund die Hälfte der insgesamt 15 deutschen Standorte in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten liegen. Vor allem die Produktionsstätte in Barleben bei Magdeburg sei vom Hochwasser betroffen, genauso wie viele der dort tätigen Mitarbeiter. Neben diesen unterstützt Novartis auch die "Aktion Deutschland hilft" hinter der ein Bündnis deutscher Hilfsorganisationen steht: Der Konzern gab bekannt, jede Spende, die von den rund 9000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der bundesweit vertretenen Standorte komme, zu verdoppeln und direkt an das Bündnis weiterzuleiten.

Die Apotheker- und Ärztebank (Apo-Bank) gab bekannt, über ein Hilfsprogramm einen Sonderkreditrahmen in Höhe von zehn Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Diese Kredite sollen Heilberuflern zum Wiederaufbau ihrer Apotheken und Praxen zur Verfügung stehen. Über das Hilfsprogramm sollen zins- und tilgungsfreie Kredite mit einer Laufzeit von drei Jahren zur Verfügung gestellt werden. Die Kreditsumme betrage 25.000 Euro pro Apotheke oder Praxis, nach Ablauf der tilgungsfreien Zeit könnten die Kredite in Darlehen mit längerer Laufzeit umgewandelt werden, so das Unternehmen. Das Hilfsprogramm stehe allen Apothekern, Ärzten, Zahnärzten und Tierärzten offen, deren Apotheken oder Praxen vom Hochwasser geschädigt wurden. Darüber hinaus stelle man Zwischenfinanzierungen zur Verfügung, um die Zeit bis zur Schadensregulierung durch die Versicherung überbrücken zu können, teilte die Bank mit.


Apotheker Helfen e.V.

Spenden für Flutopfer


Die Hilfsorganisation Apotheker Helfen e. V. hat ein spezielles Spendenkonto für Flutopfer eingerichtet. Unter dem Stichwort "Flut" können Sie für die von Hochwasser geschädigten Menschen spenden. Die Spendenhilfe ist nicht auf Bayern beschränkt, sondern steht für hochwassergeschädigte Apotheker im gesamten Bundesgebiet zur Verfügung.

Spenden können mit Angabe des Namens und der Anschrift auf folgendes Konto überwiesen werden:

Dt. Ärzte- und Apothekerbank; München
Kontoinhaber: Apotheker Helfen e. V.
Kontonummer: 0 104 793 765
BLZ: 300 606 01
Stichwort: "Flut"
Weitere Informationen finden Sie unter www.apotheker-helfen.de

Bereits in der vorletzten Woche hatte Stada erklärt, den betroffenen Apotheken alle beschädigten Produkte des Unternehmens kostenlos zu ersetzen. Der Apothekensoftware-Hersteller Awinta versprach kostenlosen Ersatz beschädigter Hard- und Software sowie Unterstützung durch Techniker. Der Deutsche Apotheker Verlag kündigte an, durch die Überschwemmung beschädigte Fachliteratur zu ersetzen (s. Kasten).

Deutscher Apotheker Verlag

Ersatz für beschädigte Fachliteratur


Der Deutsche Apotheker Verlag hilft Apotheken, die von den schweren Überschwemmungen betroffen sind. Durch das Wasser beschädigte Fachliteratur wird kostenlos ersetzt.

"Wir wollen den betroffenen Apotheken schnell und unkompliziert helfen", so Dr. Christian Rotta, Geschäftsführer des Verlags. Beschädigte Fachliteratur, Software und Datenbanken werden deshalb kostenlos durch Werke des Deutschen Apotheker Verlags und seiner Tochterverlage ersetzt. Apotheker, deren Apotheke einen Hochwasserschaden erlitten hat, können sich unter der Telefonnummer (07 11) 25 82-3 41 mit dem Verlag in Verbindung setzen. Dort werden die Schäden aufgenommen und schnell für Ersatz gesorgt.

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