Gesundheitspolitik

Versandhandel: Rx-Umsatz bricht weiter ein

Geringere Attraktivität ohne Boni?

Berlin (lk). Der Verkauf von Rx-Arzneimitteln über Versandapotheken ist im Februar weiter eingebrochen. Das Marktforschungsunternehmen IMS Health führt diesen seit Monaten erkennbaren Trend darauf zurück, dass sich ausländische Versandapotheken an die deutsche Arzneimittelpreisverordnung halten und daher auf Boni verzichten müssen.

Nach aktuellen Zahlen von IMS Health verbuchte der Versandhandel im Februar dennoch insgesamt ein Umsatzplus von rund drei Prozent auf 125 Millionen Euro. Ursache ist der Anstieg des OTC-Geschäftes um 7,5 Prozent auf 95,3 Millionen Euro.

Hingegen befanden sich die verschreibungspflichtigen Präparate mit einem Rückgang von neun Prozent weiterhin auf Talfahrt. Diesem Trend entspreche auch die Absatzentwicklung mit einem Plus von sieben Prozent für das gesamte Segment, davon knapp neun Prozent für den OTC-Bereich und fast minus 14 Prozent für verschreibungspflichtige Präparate.

"Der Rückgang bei Letzteren mag damit zusammenhängen, dass es praktisch keine Anreize gibt, verschreibungspflichtige Medikamente über den elektronischen Bestellweg zu ordern, da nach einer Entscheidung des Gemeinsamen Senats der obersten Gerichtshöfe des Bundes die deutschen Preisvorschriften auch für Versandapotheken in anderen EU-Mitgliedstaaten gelten. Das heißt, dass beispielsweise Boni nicht statthaft sind", schreibt IMS Health.



AZ 2013, Nr. 16, S. 8

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