Prisma

Bei Zucker bitte sparen

Patienten mit Darmkrebs sollten sich eher zuckerarm ernähren – zumindest wenn sie übergewichtig sind. In einer aktuellen Untersuchung war eine hohe glykämische Last bei hohem BMI mit einer gesteigerten Rezidivrate verbunden.

Foto: LUCKAS – Fotolia.com

Krebszellen haben einen besonders hohen Energiebedarf. Diesen decken sie vor allem aus Glucose, die sie "vergären". Ausgehend hiervor wird seit Längerem eine zuckerarme Kost bei Krebs diskutiert. Die Studienlage ist bislang allerdings unzureichend. Eine aktuelle Beobachtungsstudie spricht nun für eine Zuckerreduktion. Forscher um Jeffrey Meyerhardt befragten über 1000 Darmkrebspatienten im Stadium III zu ihren Ernährungsgewohnheiten und berechneten daraus die glykämische Last. Es zeigte sich, dass eine hohe glykämische Last zu einer erhöhten Rezidivrate und einer ebenso erhöhten Sterblichkeit führten. Bei einem BMI von 25 aufwärts waren die Ergebnisse signifikant. Sie zeigten eine mehr als zweifach erhöhte Gefahr für ein vermindertes krankheitsfreies Überleben und Gesamtüberleben. Für eine dauerhafte Ernährungsempfehlung reichen die Daten der Studie zwar nicht aus, sie geben aber wohl eine Tendenz in der Nahrungsmittelwahl vor.


sk


Quelle: Meyerhardt, J. A, et al.: J. Natl. Cancer Inst., Online-Vorabpublikation, DOI:10.1093/ jnci/djs399



DAZ 2012, Nr. 47, S. 6

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