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Barmer GEK erteilt Zuschläge für Rabattverträge

Sandoz-Gruppe und Stada freuen sich über Ausschreibungserfolg

BERLIN (jz). Die Barmer GEK hat in ihrer dritten Rabattrunde die Zuschläge erteilt. Ein Sprecher der Kasse erklärte, die künftigen Rabattpartner seien am 10. September per Fax informiert worden.

Ursprünglich umfasste die Ausschreibung 96 Wirkstoffe – sieben von ihnen wurden im Laufe des Verfahrens jedoch aus der Ausschreibung herausgenommen. 89 Substanzen wurden nun bezuschlagt, davon 76 exklusiv und 13 im Mehrpartnermodell mit jeweils bis zu drei Rabattpartnern. Die Verträge treten am 1. November 2012 in Kraft und gelten für rund 8,7 Millionen Versicherte.

Die Sandoz-Gruppe konnte eigenen Angaben zufolge insgesamt 21 Zuschläge für sich verbuchen, 14 davon exklusiv. Die Gruppe nahm mit 1A Pharma (elf Zuschläge) und Hexal (zehn Zuschläge) an dem Bieterverfahren teil. Bei den großen ausgeschriebenen Wirkstoffen gingen Ibuprofen und Citalopram an 1A Pharma, während Hexal bei Valsartan und Valsartan/Hydrochlorothiazide (HCT) die Zuschläge erhielt. "Damit hat sich unsere flexible Bieterstrategie mit zwei starken Marken wieder einmal als erfolgreich erwiesen", erklärte Sandoz Deutschland-Chef Helmut Fabry.

Auch die Vertriebsgesellschaften des Stada-Konzerns konnten sich zwölf Exklusiv- und sieben Mehrfachzuschläge sichern, darunter Ibuprofen und Dorzolamid. Wie Stada meldet, entfielen zehn Zuschläge auf Aliud Pharma, acht auf Stadapharm und einer auf eine Bietergemeinschaft aus Stadapharm und einem weiteren Hersteller. Einen weiteren Wirkstoff teilen sich Stadapharm und Aliud Pharma in einem Mehrfachzuschlag. Der Stada-Vorstandsvorsitzender Hartmut Retzlaff zeigte sich angesichts des erfolgreichen Abschneidens bei den jüngsten Ausschreibungsrunden zuversichtlich, dass der Stada-Konzern seinen Anteil am deutschen Generikamarkt weiter ausbauen könne.



DAZ 2012, Nr. 37, S. 36