Aus der Hochschule

Abschlussfeier in Marburg

Feierliche Zeugnisübergabe an Absolventen

Am Abend des 1. September versammelten sich die Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs Pharmazie mit ihren Familien und Freunden in der Alten Aula der Universität Marburg, um in einer Feierstunde ihre Zeugnisse zum 2. Staatsexamen entgegenzunehmen, von ihrer Alma Mater Abschied zu nehmen und die erfolgreichen Anstrengungen der vergangenen Jahre angemessen zu würdigen. Mit dieser Feierstunde begann eine neue Tradition in der Geschichte der Pharmazie in Marburg, denn da die Zeugnisse per Post zugestellt werden müssen, endete das Studium bislang quasi per Einschreiben.
Die Marburger Absolventinnen und Absolventen mit ihren ehemaligen Professoren Carsten Culmsee und Michael Keusgen (Mitte, mit Krawatten). Foto: Regina Gerlach-Riehl

Zu Beginn der Feierstunde stimmte der Bluesgitarrist Dale King die Anwesenden ein und schlug zugleich eine musikalische Brücke zwischen Tradition und Moderne – sinnbildlich für die traditionsreiche Pharmazie in Marburg und die junge Generation der Pharmazeutinnen und Pharmazeuten, die sich in der Alten Aula versammelt hatten.

Der Dekan des Fachbereiches Pharmazie, Prof. Dr. Michael Keusgen, führte durch den Abend und gratulierte den Absolventinnen und Absolventen in seiner Begrüßungsrede ganz herzlich zum erfolgreichen Abschluss des Pharmaziestudiums. Er wies darauf hin, dass nicht das Erlernen der vielen Details des Pharmaziestudiums den Erfolg eines solchen Studiums ausmacht, sondern vor allem auch die persönliche Entwicklung der Studierenden. Es sei nicht entscheidend, "zu wissen, wie ein 6-Wege-Druckminderungshahn bei der HPLC" funktioniert, sondern zu wissen, wie man mit pharmazeutischen Problemstellungen umgeht. Hier lobte Keusgen besonders das bewiesene Durchhaltevermögen der Absolventinnen und Absolventen und deren Fähigkeit, sich Aufgaben und Problemen zu stellen und nicht vor ihnen wegzulaufen. Abschließend wünschte er ihnen, Marburg und die Pharmazie in guter Erinnerung zu behalten und den Kontakt zur Universität und den dort hinzugewonnenen Freunden aus dem Studium zu pflegen.

Darauf zeichnete Prof. Keusgen die Jahrgangsbesten Jonathan Cramer, Julia Achenbach und Johanna Nikel aus, indem er ihnen Buchpreise und Blumen überreichte.

Blumen für die drei Jahrgangsbesten Johanna Nikel, Julia Achenbach und Jonathan Cramer (von links); daneben Dekan Prof. Dr. Michael Keusgen. Foto: Regina Gerlach-Riehl

Prof. Dr. Carsten Culmsee, Prodekan und Professor für Klinische Pharmazie, zeigte in seinem Festvortrag über die "Fakten und Mythen der neuronalen Apoptose" Beispiele aus einem Gebiet der experimentellen Forschung in der Pharmazie. Er verdeutlichte dabei anhand seiner Forschungen zu Mechanismen der Infarktentwicklung nach einem Schlaganfall, wie durch beharrliches Nachforschen neue wissenschaftliche Erkenntnisse gewonnen werden, die oft gleichzeitig althergebrachte Vorstellungen korrigieren. Culmsee machte deutlich, dass die Absolventinnen und Absolventen durch das Pharmaziestudium für die wissenschaftliche Arbeit, aber auch für andere pharmazeutische Tätigkeitsfelder bestens gerüstet seien. Er erinnerte daran, dass auch Therapiestandards infolge neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse ständig verändert werden. Die Pharmazeutinnen und Pharmazeuten sollten solche neuen Erkenntnisse bewerten und angemessen in ihre Berufspraxis aufnehmen. Abschließend ermunterte er die Absolventinnen und Absolventen, ihr erlerntes Fachwissen individuell so einzusetzen, dass für die Patientinnen und Patienten eine optimale Therapie resultiert. "Die Fähigkeit dazu haben Sie durch ihr erfolgreiches Studium erlangt!", ermutigte er zum Abschluss seines Vortrags.

Es folgte, eingerahmt von weiteren Blues-Stücken, die Übergabe der Zeugnisse an die Absolventinnen und Absolventen und ein gemeinsames Abschlussfoto. Mit einem Sektempfang klang die Feierstunde im Kreuzgang der Alten Universität aus. Alle waren sich einig, dass diese gelungene Veranstaltung fortgesetzt werden sollte. Die Organisatoren bedanken sich bei den Firmen Noweda, Phoenix, Sanacorp, Buchhandlung Lehmanns und Frau Lorek vom Fachbereich Pharmazie Marburg, ohne deren Hilfe und Unterstützung die Zeugnisübergabe nicht hätte stattfinden können.


Prof. Dr. Carsten Culmsee, Cristina Davidoglu, Fabian Hues



DAZ 2012, Nr. 37, S. 87

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