DAZ aktuell

Hilfe für Syrien aus Berliner Apotheke

Arzneimittellieferung ins Bürgerkriegsgebiet

BERLIN (jz). Ein Berliner Apotheker unterstützt den Freiheitskampf seiner syrischen Landsleute: Im Hinterzimmer der Ranke Apotheke in Berlin-Wilmersdorf organisiert Hoshang Sabri medizinische Hilfe für die Verletzten in seiner Heimat.

„Die Situation ist sehr, sehr, sehr dramatisch“, sagte Sabri der Abendschau des Rundfunk Berlin-Brandenburg – jeder mache das, was er kann. Und der seit Jahrzehnten in Berlin lebende Apotheker unterstützt mit der Lieferung von Arzneimitteln seine Landsleute.

In Syrien liefern sich Regierungstruppen und Rebellen seit Monaten schwere Gefechte. Die Aufständischen fordern ein Ende der korrupten Wirtschaftspolitik des Präsidenten Baschar al-Assad. Er bekämpft die Proteste mit harter Hand. „Vonseiten der Regierung bekommen die Verwundeten gar nichts“, erklärte Sabri in der Abendschau. Sie würden sogar aus den Krankenhäusern verschleppt und gefoltert oder sogar liquidiert.

Daher entschied er sich, gemeinsam mit Freunden, die ebenfalls syrische Wurzeln haben, Hilfe für die Heimat zu organisieren. Dazu gehört neben dem Senden von gesammeltem Geld auch, Arzneimittel an Verletzte insbesondere in den Kampfgebieten zu schicken – unter anderem Desinfektionsmittel und Antibiotika. Diese schicken sie meist über verschlungene Pfade in Koffern oder Handgepäck, via Türkei oder Libanon. Denn nur so können die Hilfsgüter die Notleidenden tatsächlich erreichen, heißt es im Bericht des rbb.



DAZ 2012, Nr. 32, S. 26

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