Aus Kammern und Verbänden

„Menschen zuerst“

NRW-Patientenbeauftragte spricht mit Apothekern

Die seit Mai amtierende Patientenbeauftragte der nordrhein-westfälischen Landesregierung, Dr. Eleftheria Lehmann, hat kürzlich mit Vertretern des Apothekerverbands Westfalen-Lippe (AVWL) Probleme der Arzneimittelversorgung erörtert.
Dr. Eleftheria Lehmann, Patientenbeauftragte der nordrhein-westfälischen Landesregierung, mit (von rechts) Johannes Hermes, Dr. Sebastian Schwintek und Christian Sedlmeier vom Apothekerverband Westfalen-Lippe in Münster. Foto: AV WL

Apotheker Johannes Hermes, stellvertretender AVWL-Vorsitzender, und Geschäftsführer Dr. Sebastian Schwintek skizzierten die zunehmende Ökonomisierung der Arzneimittelversorgung und ihre negativen Folgen. Insbesondere der Austausch verordneter Arzneimittel durch bestimmte Generika aufgrund der Rabattverträge bereite vielen Patienten Probleme.

Auch die Ausschreibungen der gesetzlichen Krankenkassen im Bereich der Hilfsmittel führen zu Problemen. So können einige Versicherte ihre Rezepte über Inkontinenzprodukte nicht mehr in der Apotheke ihrer Wahl einlösen, sondern müssen sie bei einem ihnen unbekannten Anbieter telefonisch ordern.

Ein weiteres Thema war die angemessene Beratung von Patienten auch durch Versandapotheken. „Beratung ist Bringschuld“ – diese von der Apotheke vor Ort gelebte Praxis müsse auch vom Versandhandel stärker eingefordert werden, sagten die Vertreter des Apothekerverbands Westfalen-Lippe.

Die Patientenbeauftragte der Landesregierung vertritt die Belange Erkrankter und deren Angehöriger, vermittelt Beratungs- und Unterstützungsangebote, bündelt Beschwerden und Erfahrungen von Patienten und verdeutlicht Probleme im System. Diesem vielfältigen Aufgabenkreis widmet sich Lehmann künftig unter dem Leitgedanken: „Menschen zuerst“.



DAZ 2012, Nr. 31, S. 73

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