Aus Kammern und Verbänden

Arzneimittel können die Fahrtauglichkeit beeinträchtigen

Apotheker klären Senioren auf

Am 21. November 2011 veranstaltete die Deutsche Verkehrswacht in Kassel ein Forum für "sicher mobil"-Moderatoren und Seniorenberater. Dort referierte Apotheker Dr. Edmar Seebach, Lohfelden, über das Thema "Arzneimittel im Straßenverkehr".

Seebach legte den Schwerpunkt auf OTC-Arzneimittel gegen Erkältung und Schlafstörungen, in denen Laien gemeinhin kein Gefährdungspotenzial sehen. Er verdeutlichte, dass auch vermeintlich harmlose Arzneimittel durchaus die Fahrtauglichkeit negativ beeinflussen können, während andererseits bestimmte Arzneimittel die Teilnahme am Straßenverkehr erst ermöglichen.

Die anschließende Diskussion mit den überwiegend älteren Teilnehmern zeigte, dass sie kaum ein Risikobewusstsein hatten. Seebach und Apothekerin Claudia Wegener, Baunatal, beantworteten viele Fragen direkt und appellierten an die Eigenverantwortung jedes Einzelnen, der Arzneimittel einnimmt, aber am Straßenverkehr teilnehmen möchte. Jeder Patient sollte sich in der Apotheke vor Ort zu allen Aspekten seiner Arzneimittel beraten lassen – und dazu gehört auch eine mögliche Beeinflussung der Reaktionsfähigkeit.

Dieses Verkehrswacht-Forum richtete sich an Moderatoren spe ziell für die ältere Bevölkerung (Seniorenberater), die Veranstaltungen organisieren und durchführen. Insofern sind sie Multiplikatoren und geben nun auch die Information weiter, dass Apo theker alle Fragen zu Arzneimitteln beantworten – ohne Terminvergabe, ohne lange Wartezeiten und ohne Praxisgebühr!

Apotheker müssen Chancen zur Profilierung nutzen!

Mein Fazit aus dieser Veranstaltung: Die Beeinträchtigung der Reaktionsfähigkeit ist ein wichtiger Aspekt der Arzneimittelsicherheit, der bisher vernachlässigt wird. Hier können und müssen wir noch viel tun. Die Wahrnehmung der Apotheker als Fachleute für Fragen rund um Arzneimittel kann noch verbessert werden. Daran sollten wir arbeiten – auf Bundes- und Landesebene, aber auch und gerade vor Ort in jeder einzelnen Apotheke. Bitte lehnen Sie eine even tuelle Anfrage nach einem Vortrag nicht rundheraus ab, sondern bitten Sie Ihre Kammer um Hilfestellung und Informa tionsmaterial oder um Adressen von Kollegen, die solche Vor träge halten können. Wir dürfen solche Chancen zur Profilierung nicht ungenutzt lassen! Schließlich handelt es sich um unser ureigenstes Aufgabenfeld – und es macht Spaß!


Internet


Deutscher Verkehrssicherheitsrat
www.dvr.de > Programme, Kampagnen > Ältere Verkehrsteilnehmer


Claudia Wegener
Regionalbeauftragte der LAK Hessen



DAZ 2012, Nr. 3, S. 73

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