DAZ aktuell

Einblick in die Arzneimittelforschung schon an der Uni

Universität Frankfurt und CIRI kooperieren

FRANKFURT (as). Das neue "Centrum für innovative Diagnostik und Therapie Rheumatologie/Immunologie" (CIRI) soll in Kooperation mit der Uni Frankfurt am Main eine Schnittstelle in der Arzneimittelforschung werden. Damit erhalten Pharmaziestudenten einen frühen Einblick in die Arzneimittelforschung.

Das unabhängige Institut, das von Wissenschaftlern des Zentrums für Arzneimittelforschung, -entwicklung und -sicherheit (ZAFES) der Universität Frankfurt im März 2011 gegründet wurde, führt klinische Studien im Bereich autoimmunologischer und immunvermittelter Krankheiten durch. Der Schwerpunkt liegt dabei in der Erforschung der unterschiedlichen Formen der Arthritis.

Über integrierte Ausbildungsprogramme des ZAFES wird es Studenten und Graduierten möglich sein, frühzeitig in die Organisation und den Ablauf von klinischen Studien Einblicke zu erhalten. Dies ist auch im Interesse der pharmazeutischen Industrie, der an einer praxisorientierten Ausbildung zukünftiger Bewerber gelegen ist.

Als Kooperationspartner der Goethe-Universität Frankfurt (durch ZAFES) bietet das CIRI pharmazeutischen Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen die Möglichkeit, klinische Studien aller Phasen (I-IV) sowie Diagnose- und Prognosestudien an der Uniklinik Frankfurt durchzuführen. Das CIRI als Partner des Klinischen Studienzentrums Rhein-Main (KSRM) bietet eine umfassende Studienbetreuung an und berät Firmen bei der Patientenauswahl und neuen Therapieansätzen. Es vertritt die Studie vor der Ethikkommission der Universität Frankfurt und bündelt akademische Kompetenzen effizient, z. B. bei studienbegleitenden Untersuchungen zum Wirkmechanismus neuer Therapien.

Der Bedarf an klinischen Forschungszentren scheint nicht ausreichend gedeckt zu sein: "Im Zuge der zunehmenden Auslagerung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten durch die pharmazeutische Industrie besteht ein großer Bedarf an professionellen Partnern im akademischen Umfeld, die Projekte effektiv und effizient durchführen können", sagte Prof. Gerd Geisslinger, der Sprecher des ZAFES.



DAZ 2012, Nr. 2, S. 32

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