... auch DAZ noch

54 Prozent hören auf den Apotheker

Ärzte genießen in der Bevölkerung das höchste Ansehen bei Fragen der Medikation – gefolgt von den Apothekern. Die meisten Menschen holen vor dem Konsum von Arzneimitteln den Rat von Fachleuten ein und vertrauen eher selten privaten Tipps. Das geht aus dem aktuellen "Kundenkompass Arzneimittelsicherheit" der IKK classic hervor, für den mehr als 1000 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger telefonisch befragt wurden.

Der Arzt ist für die Deutschen der wichtigste Ratgeber bei der Medikation. 88 Prozent der befragten Bundesbürger legen großen Wert auf die Empfehlungen von Medizinern, bevor sie Arzneimittel kaufen und einnehmen. Das gilt für verschreibungspflichtige wie auch für nicht verschreibungspflichtige Präparate. Dabei verbinden die Menschen am liebsten Diagnose und Therapie miteinander. Der Arzt, der die jeweiligen Beschwerden diagnostiziert hat, soll auch die geeigneten Therapiemaßnahmen vorschlagen.

An zweiter Stelle hinter dem Arzt folgt der Apotheker als wichtigster Ratgeber in Fragen der Medikation. Immerhin hört eine Mehrheit von 54 Prozent der Befragten auf den Rat von Pharmazeuten und verlässt sich auf deren Gebrauchsanweisungen für die Einnahme von Arzneimitteln. Anders als die Ärzte erfahren die Apotheker aber keine durchgehend hohe Wahrnehmung als Berater. So nannten z. B. nur 37 Prozent der befragten Arbeiter Pharmazeuten als besondere Vertrauenspersonen vor der Medikation.

Auf großes Vertrauen stoßen Apotheker vor allem in der jungen und mittleren Generation. So nannten 61 Prozent der Befragten unter 30 Jahren Apotheker als bevorzugte Ratgeber, aber nur 48 Prozent der Senioren ab 60 Jahre. Diese Altersgruppe fokussiert sich verstärkt auf den Rat des behandelnden Arztes (90 Prozent).


ral




DAZ 2012, Nr. 18, S. 150

Das könnte Sie auch interessieren

Wünsche und Erwartungen von Pharmaziestudierenden

Nachwuchssorgen

BAH-Gesundheitsmonitor macht deutlich: Vor-Ort-Apotheken profitieren

Das „Grüne Rezept“ ist bekannt

Sowohl Ärzte als auch Apotheker halten wenig vom Papier-Medikationsplan

Der Medikationsplan als Phantom

0 Kommentare

Das Kommentieren ist aktuell nicht möglich.