Gesundheitspolitik

GWQ-Rabattverträge: Stada und Hexal räumen ab

Zuschläge für 5. Generika-Ausschreibung erteilt

Berlin (jz). Die Vertragspartner der 5. Generika-Ausschreibung der GWQ ServicePlus AG stehen fest: Die meisten Zuschläge erhielten Stadapharm (21) und ihre Tochterfirma Aliud (16) sowie die Generikaunternehmen der Sandoz-Gruppe Hexal (20) und 1A Pharma (16). Die neuen Verträge, die die GWQ im Namen von 43 Krankenkassen mit insgesamt 7,4 Millionen Versicherten schloss, gelten ab dem 1. Juli 2012 und haben eine Laufzeit von zwei Jahren.

Anfang März hatte die GWQ ServicePlus AG für die Kassen – unter ihnen die BKK vor Ort, die hkk, die IKK Nord und südwest – insgesamt 84 Wirkstoffe ausgeschrieben. 61 der Zuschläge gingen exklusiv an einen Hersteller, für 23 Wirkstoffe wurden je drei Rabattpartner gefunden. Bei den Exklusivverträgen konnte Hexal die meisten (15) Zuschläge für sich gewinnen, die meisten Zuschläge bei den nicht-exklusiven Wirkstoffen erhielten Stadapharm (13) und Aliud (12).

Neben den klaren Gewinnern der Ausschreibung Stada und Hexal gingen Zuschläge – sowohl exklusiv als auch nicht-exklusiv – an die Bietergemeinschaft Teva & ratiopharm (13), Mylan dura (10), actavis (9), Winthrop (5), Aurobindo Pharma (3), axcount, Bluefish Pharma, Aristo Pharma, Dr. R. Pfleger, Heunet und TAD (je 2) sowie Dexcel, Heumann, Wörwag, Galen und neuraxpharm (je 1).

Unter den erteilten Zuschlägen gab es auch einige hochpreisige Wirkstoffe: So ging Olanzapin an 1A Pharma, actavis und Aurobindo Pharma. Den Zuschlag für das Antiepileptikum Levetiracetam konnten actavis, Aurobindo Pharma und Winthrop für sich verbuchen. Valsartan-Vertragspartner wurden Aliud, Hexal und Stadapharm. Bei der Exklusivvergabe ging beim Gerinnungshemmer Phenprocoumon der Zuschlag an Hexal, die diesen unter der Bezeichnung Falithrom® vertreibt.



AZ 2012, Nr. 22, S. 8