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Ärztliche Ethik und Suizidhilfe

Die Beziehung des Menschen zu seiner Sterblichkeit hat sich grundlegend geändert. Das zeigt die gesellschaftliche Diskussion zum Thema Sterbehilfe und Selbstmord. Es scheint, als ob das Thema nicht mehr tabuisiert wird. Und doch fehlt der gegenwärtigen Diskussion eine wesentliche Dimension und Urteilsgrundlage, nämlich die real geistige. Das vorliegende Buch ist eine Betrachtung aus anthroposophischer Sicht. Sie umfasst einen Beitrag aus ärztlicher Perspektive von Peter Selg, sowie zwei Texte von Sergej O. Prokofieff, Vorstandsmitglied der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft in Dornach. Das Vorwort stammt von dem Arzt Armin Husemann. "Anthroposophie ist ein Erkenntnisweg, der das Geistige im Menschenwesen zum Geistigen im Weltall führen möchte", so lautet der erste Satz des ersten Leitsatzes Rudolf Steiners aus dem Jahr 1924. Anthroposophie als Weltanschauung ist eine Herausforderung an die Erkenntniskräfte des Menschenwesens. Dieses Buch lässt in differenzierter und umfassender Weise verständlich werden, weshalb aus geistiger Perspektive Selbstmord und ärztliche Suizidhilfe die Entwicklung des Individuums hemmen müssen. Was die beiden Autoren klar herausarbeiten, ist nicht weniger als die Möglichkeit, sich ein völlig neues, weit in die Zukunft zielendes Bewusstsein von der Bedeutung des Todes im menschlichen Leben zu bilden. Jedem Mediziner und jedem sonst an dem aktuellen Thema interessierten Menschen kann dieses Buch empfohlen werden.


Matthias Mochner


Sergej O. Prokofieff und Peter Selg, Das Leben schützen Ärztliche Ethik und Suizidhilfe. Eine Betrachtung aus anthroposophischer Sicht, 102 Seiten, einige s/w Abbildungen,
12 Euro. Verlag am Goetheanum, Dornach 2011.
ISBN 3-978-3-7235-1415-3


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DAZ 2011, Nr. 7, S. 132

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