Aus der Hochschule

Neujahrssymposium und Zeugnisverleihung

Am 14. Januar 2011 fand das traditionelle Neujahrssymposium des Instituts für Pharmazie und Molekulare Biotechnologie (IPMB) der Universität Heidelberg statt. Nach einem musikalischen Auftakt – Ralf Beer demonstrierte seine Kunst auf einem wenig bekannten Schlaginstrument, der Marimba – folgte ein Resümee des vergangenen Jahres durch den wiedergewählten Geschäftsführenden Direktor Prof. Dr. A. Jäschke.
Die Absolventinnen und Absolventen des 2. Staatsexamens Pharmazie an der Universität Heidelberg mit der Studiendekanin Prof. Dr. Ulrike Müller. Foto: Dr. J. Gonzalez

Das wichtigste Ereignis des vergangenen Jahres war der Abschluss eines Teils der Umbaumaßnahmen am Gebäude INF-364. Ein großer Teil der Forschungslabore konnte im September 2010 endlich in die lang ersehnten, grundlegend neu gebauten Räumlichkeiten umziehen. Das Institut setzt nun alles daran, auch die zweite Gebäudehälfte, deren Umbau für die nächsten drei Jahre geplant ist, möglichst bald wieder nutzen zu können. In dem kommenden Abschnitt der Bauarbeiten soll endlich auch ein großer Teil der Praktikumslabore für die Studierenden in einen zeitgemäßen Zustand gebracht werden. Das IPMB, welches mit vergleichsweise marginalen Ressourcen einen wesentlichen Anteil der Lehre in den Heidelberger Biowissenschaften erbringt, wird dadurch für die kommenden Studierendengenerationen eine zeitgemäße wissenschaftliche Heimat sein können.

Das große Interesse an den beiden Studiengängen des IPMB, und zwar insbesondere an dem neben der Pharmazie etablierten Studiengang "Molekulare Biotechnologie", war Anlass zur Einrichtung einer tenure-track Juniorprofessur. Diese konnte mit Frau Dr. Caroline Friedel besetzt werden. Als Nachwuchsgruppenleiter verstärkt Dr. Richard Wombacher den Bereich "Chemical Biology". Einen ehrenvollen Ruf auf eine Professur in Leipzig nahm der mit dem IPMB eng verbundene Leiter der Kooperationseinheit Klinische Pharmazie, Dr. Thilo Bertsche, im vergangenen Jahr an. Die Nachbesetzung dieser Position wurde bereits erfolgreich in die Wege geleitet, so dass eine didaktisch und wissenschaftlich fundierte Vertretung der Klinischen Pharmazie in Heidelberg weiterhin sichergestellt ist.

Frau Karin Graf, die stellvertretende Präsidentin der Landesapothekerkammer Baden-Württemberg, ging in ihrem Grußwort insbesondere auf die umfangreichen Angebote der LAK BW für Pharmazeuten im Praktikum ein. Hier ist insbesondere die Initiative der LAK zur Optimierung der Qualität der praktischen Ausbildung zu nennen. In der Offizin tätige Kolleginnen und Kollegen, denen eine hochwertige Ausbildung des Berufsnachwuchses am Herzen liegt, können sich als "Akademische Ausbildungsapotheke" zertifizieren lassen.

Der Festvortrag wurde in diesem Jahr von einem Wissenschaftler mit Heidelberger Tradition gehalten: Prof. Dr. Dr. Peter Ruth von der Universität Tübingen hat in Heidelberg Pharmazie und Medizin studiert sowie promoviert. Er sprach über seine Arbeiten an Knockout-Mäusen, die vor allem die pharmakologische Charakterisierung des Calcium-abhängigen Kaliumkanals zum Ziel haben.

Anschließend wurde der Preis für die beste Promotion des Jahres 2010 verliehen. Preisträgerin war Frau Dr. Nathalie Harder, die mit einer bioinformatischen Arbeit zur Untersuchung der Zellteilung mittels automatisierter Bildverarbeitung promoviert wurde. Frau Dr. Harder gab einen sehr anschaulichen Überblick über ihre Arbeiten und erhielt den Preis aus den Händen des Sponsors, Herrn Krüger von der Firma MLP.

Die besten ersten und zweiten Staatsexamen im Fach Pharmazie wurden mit einem Preis in Form eines Buches gewürdigt. Jahrgangsbeste des ersten Examens war Frau Julia Mundschedel. Die beste Note im zweiten Staatsexamen erreichte Frau Johanna Lindner. Die umfassend anwesenden Pharmazie-Absolventen erhielten ihre Zeugnisse aus den Händen der Studiendekanin Frau Prof. Dr. Ulrike Müller. Insgesamt konnten 39 Zeugnisse für das erste und 28 Zeugnisse für das 2. Staatsexamen verliehen werden.

Im Anschluss an die Zeugnisvergabe fand die Veranstaltung mit einem Sektempfang einen stimmungsvollen Ausklang. Der herzliche Dank des IPMB gilt insbesondere den engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Instituts, die diese Veranstaltung ermöglicht haben, und hier insbesondere Frau Karin Weiss und ihren Kolleginnen, sowie den großzügigen Sponsoren, den Firmen MLP und Abbott, sowie den Fachschaften für Pharmazie und Molekulare Biotechnologie.


Prof. Dr. Christian Klein

Institut für Pharmazie und Molekulare Biotechnologie, Universität Heidelberg



DAZ 2011, Nr. 5, S. 96

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