Prisma

Cortison beeinflusst vor allem T-Zellen

Forscher des Leibniz-Instituts für Altersforschung in Jena haben im Tiermodell wichtige Details des Wirkungsmechanismus von Cortison bei der Behandlung der Rheumatoiden Arthritis aufgeklärt.

Die Wissenschaftler konnten zeigen, dass vor allem die T-Zellen des Immunsystems durch Cortison beeinflusst werden. Diese Zellen verstärken im Rahmen der Rheumatoiden Arthritis die Entzündungsreaktion, indem sie Zytokine wie Interleukin-17 oder Interferon gamma freisetzen.

Gesunde Mäuse mit antigeninduzierter Arthritis sind durch Cortison therapierbar. Dagegen sind genetisch veränderte Mäuse, die keinen Glucocorticoid-Rezeptor in ihren T-Zellen besitzen, gegenüber einer Therapie mit Glucocorticoiden resistent.

Durch die Glucocorticoid-Bindung werden Glucocorticoid-Rezeptoren aktiviert. In der Regel können sie ihre entzündungshemmende Wirkung als Monomer oder als Dimer entfalten. Bei den T-Zellen der Mäuse war das Glucocorticoid-Rezeptor-Dimer für die Hemmung verantwortlich.


hel


Quelle: Baschant, U. et al.: Proc. Natl. Acad. Sci., Online-Vorabpublikation, DOI: 10.1073/pnas.1105857108



DAZ 2011, Nr. 49, S. 6

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