Ernährung aktuell

Nahrungskarenz steigert Genaktivität

Diäten, die eine starke Kalorienrestriktion beinhalten, können auf genetischem Weg das Leben sowohl von Tieren als auch von Menschen verlängern. Das ist das Ergebnis einer aktuellen von US-amerikanischen Wissenschaftlern durchgeführten Studie.

Das Gen PGC-1 sorgt im menschlichen Körper für eine Vermehrung der Mitochondrien. Setzt man den Körper auf Diät, wird die Aktivität von PGC-1 gesteigert, die Zellen erhalten in der Folge mehr Mitochondrien. Ein ähnliches Gen, das dPGC-1, ist in Zellen der Fruchtfliege vorhanden. Steigert man hier die Aktivität, werden ebenfalls mehr Mitochondrien pro Zelle gebildet und so die Energie-Produktion angeregt. Nun haben Wissenschaftler um Leanne Jones die Aktivität des Gens auf die Stammzellen und Vorläuferzellen im Darm der Fliegen übertragen und festgestellt, dass diese Zellen mit einer erhöhten Lebenserwartung und "besseren Gesundheit" aufwarten. Die Tiere lebten folglich bis zu 50 Prozent länger und zeigten sich allgemein aktiver und robuster als die unbehandelten Fliegen. Die Forscher vermuten daher einen Zusammenhang zwischen der Darmgesundheit und der Geschwindigkeit des Alterns. Inwieweit dieses Prinzip auf den Menschen anzuwenden ist, bleibt allerdings abzuwarten.


sk


Quelle: Jones, L. et al.: Cell Metabol. 2011; 14(5): 623 – 634



DAZ 2011, Nr. 47, S. 95

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