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Apotheken bekommen Metoprolol seit Montag

BERLIN (lk). Seit Wochenbeginn liegen die ersten Packungen Metoprolol der Firma Betapharm flächendeckend in den Apotheken. Gegenüber der DAZ bestätigte Betapharm, dass mit der Auslieferung an den Großhandel vergangenen Freitag begonnen wurde. "Ich habe Metoprolol am 15. September für die Auslieferung an den Großhandel freigegeben", sagte Betapharm-Geschäftsführer Michael Ewers.
Foto: Otto Geilenkirchen, Aachen
Endlich Am 15. September hat Betapharm sein Metoprolol für die Auslieferung an den Pharmagroßhandel freigegeben.

Damit könne Metoprolol seit Montag bundesweit an die Apotheken ausgeliefert werden. Das Arzneimittel sei in ausreichender Menge vorhanden, um alle AOK-Patienten damit versorgen zu können, sagte Ewers. Mit der Auslieferung entgeht Betapharm denkbar knapp der Zahlung von Vertragsstrafen. Laut AOK-Rabattvertrag musste Metoprolol spätestens am 24. September lieferbar sein. Sonst wäre eine Vertragsstrafe fällig geworden.

Betapharm liefert Metoprolol als exklusiver Rabattpartner der AOK und hat den Betablocker für den neuen, ab 1. Juni 2011 geltenden Rabattvertrag ins Sortiment genommen. Weil der Zuschlag für den Rabattvertrag aber erst Mitte Mai erteilt wurde, konnte Betapharm Metoprolol nicht schnell genug liefern. Der Betablocker wird in Spanien hergestellt.

Obwohl in den Apotheken kein Metoprolol von Betapharm vorhanden war, hatten im Startmonat Juni viele Apotheken Rezepte mit der entsprechenden PZN bedruckt und ein anderes Metoprolol-Präparat abgegeben. Daraufhin erstattete die AOK wegen falscher Abrechnung gegen sieben Apotheken in Baden-Württemberg Anzeige. In anderen Fällen drohen Apotheken Strafzahlungen.



DAZ 2011, Nr. 38, S. 22

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