DAZ aktuell

Erfolgreiches Jahr und neue Gremienstruktur

NÜRNBERG (vsa/daz). Am 30. Juni 2011 fanden in Nürnberg die Gesellschafterbeiratssitzung der VSA GmbH sowie die Vertreterversammlung des FSA e. V. statt. Die VSA-Geschäftsführer Dr. Andreas Lacher und Peter Mattis konnten auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken, in dem man trotz nicht einfacher Rahmenbedingungen ein sehr gutes Ergebnis erzielt habe. Der scheidende Vorstandsvorsitzende Karl-August Beck wurde für seine großen Verdienste um die VSA mit der VSA-Ehrennadel ausgezeichnet und zum Ehrenvorsitzenden des FSA e. V. ernannt.
Fotos: VSA
Der neue verkleinerte FSA-Vorstand (v. l.): Hans-Joachim Niermann, Jürgen Frasch und Mathias ­Arnold.

Das Jahr 2010 war gekennzeichnet von einem verstärkten Wettbewerb auf der einen Seite und gesetzgeberischen Maßnahmen zur Senkung der Arzneimittelkosten auf der anderen Seite. Trotz dieser nicht einfachen Rahmenbedingungen habe der Jahresüberschuss gegenüber 2009 nahezu verdoppelt werden können: Die VSA-Unternehmensgruppe hat im Jahr 2010 mit einem Jahresüberschuss von 6,4 Mio. Euro, so die vorgelegten Zahlen, ein sehr gutes Ergebnis erzielt. VSA-Kunden profitieren davon direkt in Form einer 12-prozentigen Gewinnausschüttung auf ihre Kapitaleinlage.

Positive Ergebnisse

Wie die Geschäftsführer weiter darlegten, habe sich die Gesundheitspolitik der letzten Jahre mit ihren teilweise drastischen Einsparungsmaßnahmen deutlich auf die Kunden von VSA, azh und Awinta und damit auch auf die Unternehmen ausgewirkt: Das Rezeptvolumen im Geschäftsbereich Abrechnung Apotheken verringerte sich um rund zwei Prozent. Durch eine kundenorientierte Geschäftspolitik bei den Rückforderungen zum Apothekenabschlag 2009 sei zudem ein erhebliches Vorfinanzierungsvolumen entstanden, weil Rückforderungen der Kassen zum Apothekenabschlag 2009 nicht direkt an die Apotheken weitergeleitet worden seien.

Das Jahresergebnis der azh GmbH (Abrechnungs- und IT-Dienstleistungszentrum für Heilberufe GmbH) konnte gegenüber 2009 weiter gesteigert werden, hieß es weiter. Auch in der Kundengewinnung sei die azh erneut erfolgreich gewesen. So habe die azh ihre Informations- und Beratungsdienstleistungen erfolgreich ausgebaut und präsentiere mit dem Onlinezugriff auf Abrechnungsdaten und Images eine Branchenneuheit im Bereich Sonstige Leistungserbringer. Außerdem habe sich die azh erfolgreich als Präqualifizierungsstelle beworben und positioniere sich mit dieser zusätzlichen Dienstleistung als umfassender Lösungsanbieter. Bei dem Wettbewerb "Deutschlands beste Dienstleister" hat die azh nach eigenen Angaben einen Platz unter den TOP 50 belegt.

Allerdings führte die geringere Ertragskraft der Apotheken zu einer Investitionszurückhaltung bei den Apotheken und beeinflusste damit unmittelbar die Umsatzerlöse der Awinta GmbH, so die Geschäftsführung in ihrem Bericht. Positiv auf das Ergebnis der Awinta wirkten sich demnach die im Jahr 2009 durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen sowie Synergieeffekte beim Einkauf aus.

Auch 2010 habe die Weiterentwicklung von jump, dem neuen Warenwirtschaftssystem, im Fokus des Interesses gestanden. Wie die Geschäftsführung vortrug, konnte die Awinta GmbH – ebenso wie deren Tochterunternehmen in der Schweiz – insgesamt ein positives Ergebnis erwirtschaften. Die Awinta GmbH sei mit der Goldmedaille als "Bester Apothekenpartner 2011" im Bereich Anwendungssoftware ausgezeichnet worden und habe außerdem vom Bundesverband Deutscher Apothekenkooperationen (BVDAK) die Goldmedaille BVDAK als "Apotheken-Kooperationspartner 2011" in der Kategorie "Software-Partner" erhalten.

Kundenorientierte Produktpolitik

VSA-Geschäftsführer Dr. Andreas Lacher machte in seinem Bericht deutlich, dass das gute Ergebnis ganz wesentlich auf die deutlich geringeren Projektkosten zurückzuführen ist, weil Großprojekte (wie z. B. nPROD bei der azh) weitgehend abgeschlossen wurden. "Die VSA-Unternehmensgruppe wird sich auch in Zukunft in einem von Änderungen geprägten Umfeld bewegen. Kostenbegrenzungsmaßnahmen seitens der Politik und der Krankenkassen werden nach unserer Prognose weiterhin im Fokus stehen." Das Jahresmotto 2011 der VSA-Unternehmensgruppe laute "Kunden binden und begeistern" und lege den Fokus auf den Erhalt bzw. die Erhöhung der Marktanteile. Ein weiterer Schwerpunkt sei die Steigerung der Effizienz in allen Prozessen sowie die markt- und kundengerechte Weiterentwicklung aller Produkte und Serviceangebote. Daneben setze die VSA verstärkt auf den Ausbau einer wertebasierten Unternehmenskultur: Beim Wettbewerb "Deutschlands Beste Arbeitgeber 2011" konnte sich die VSA-Unternehmensgruppe mit den teilnehmenden Einzelunternehmen ALG, azh und VSA nach eigenen Angaben unter den TOP 100 platzieren. VSA-Geschäftsführer Peter Mattis: "Wir sind zuversichtlich, dass wir die gesteckten Ziele mit qualifizierten und hoch motivierten Mitarbeitern erreichen werden und erwarten für die Unternehmen der VSA-Unternehmensgruppe insgesamt eine positive Geschäftsentwicklung und ein positives Konzernergebnis 2011."


Der neue VSA-Aufsichtsrat

Neue Gremienstruktur mit Aufsichtsrat

Da sich die VSA in den letzten Jahren vom Rezeptabrechner zum IT-Dienstleistungsunternehmen mit umfangreichem Produkt- und Serviceangebot entwickelt habe, wolle man dieser Entwicklung auch in den Aufsichtsgremien gerecht werden. Daher wurde in der VSA GmbH zum 1. Juli 2011 ein Aufsichtsrat installiert, in dem neben Apothekern auch Experten aus den Fachrichtungen IT, Markt/Umfeld, Wirtschaftsprüfung/Steuerberatung vertreten sind. Der Aufsichtsrat wird sich zukünftig aus folgenden Mitgliedern zusammensetzen: Ursula Bockhorni-Imhoff, Rüdiger von Esebeck, Uwe Geiß, Josef Kammermeier, Dr. Friedrich Kopitsch, Prof. Dr. Hartmut Morck, Andreas von Schmidt-Pauli, Dr. Michael B. Vetter, Jan-Gottfried Wiedel. Der Aufsichtsratsvorsitzende wird voraussichtlich Anfang Juli gewählt werden.

In der Mehrzahl Apotheker

Auf der Versammlung wurde herausgestellt, dass die Apotheker mit sechs von neun Sitzen in dieser Legislaturperiode die Mehrheit im VSA-Aufsichtsrat und damit die Interessen der Apotheker nach wie vor eine zentrale Bedeutung und die stärkste Gewichtung in der VSA haben. Karl-August Beck: "Die VSA ist ein apothekereigenes Unternehmen – daran hat sich durch die neue Gremienstruktur nichts geändert und daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern!" Mit der Wahl des Aufsichtsrats geht eine Verkleinerung des FSA-Vorstands von bisher zehn auf nunmehr drei Personen einher. Auf der konstituierenden Vertreterversammlung des FSA e. V. wurden Jürgen Frasch als 1. Vorsitzender, Hans-Joachim Niermann als 2. Vorsitzender und Mathias Arnold als weiteres Vorstandsmitglied gewählt.

Hohe Auszeichnung für Karl-August Beck

In dankbarer Anerkennung und Würdigung seiner großen Verdienste um die VSA-Unternehmensgruppe wurde Karl-August Beck im Rahmen der Vertreterversammlung zum Ehrenvorsitzenden des FSA e. V. ernannt, außerdem wurde ihm die VSA-Ehrennadel verliehen (siehe hierzu die Meldung in unserer Rubrik "Personen" in dieser Ausgabe).



DAZ 2011, Nr. 28, S. 33

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