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Suchtkooperationstag 2011

Am 12. Oktober 2011 findet in Münster der Kooperationstag "Sucht und Drogen" in Nordrhein-Westfalen statt. Schwerpunktthema der zum sechsten Mal stattfindenden interdisziplinären Veranstaltung ist Sucht und Armut. Dazu hält Prof. Dr. Dieter Henkel aus Frankfurt den einführenden Vortrag, in dem er den Zusammenhang zwischen Sucht und Armut aus historischer und aktueller Sicht beleuchtet.

Die beteiligten Organisationen – Ärzte- und Apothekerkammern Nordrhein und Westfalen-Lippe, die Freien Wohlfahrtsverbände, die Landschaftsverbände Westfalen-Lippe und Rheinland, die Landeskoordinierungsstelle Suchtvorbeugung NRW (ginko Stiftung für Prävention), die Landeskoordination Integration NRW sowie die Landesfachstelle Glücksspiel NRW – haben ein rundes Workshop-Programm zusammen-

gestellt. Die Teilnehmer können insgesamt an zwei der angebotenen Workshops teilnehmen. Inhaltlich vertiefen einige der Angebote das Schwerpunktthema, so zum Beispiel: "Arbeitsprojekte – Chancen, um Sucht und Armut entgegenzuwirken?!", "Arm dran – Genderblicke auf die Lebenskontexte und -möglichkeiten (suchtmittelabhängiger) Frauen und Männer", "Frauen und Armut", "Armut als Alltag" oder "Jugend – Sucht – Armut: Risikofaktoren für eine mangelnde gesellschaftliche Teilhabe von Jugendlichen und jungen Erwachsenen".

Das Thema Essstörungen wird in drei Workshops bearbeitet: "Prävention und Hilfen bei Ess-Störungen – Wege zu Kooperation und Vernetzung", fokussiert auf institutionelle Hilfeangebote und Vernetzungen, ein musiktherapeutisches Präventionsprogramm "Klang meines Körpers – Prävention der Ess-Störungen", wird präsentiert und mit dem Schwerpunkt, adipöse Kinder mit Depressionen besser zu erreichen, informiert das Angebot "Versorgung von übergewichtigen Kindern und Jugendlichen mit psychischen Störungen – Parallelen zur Behandlung von Suchterkrankungen" über neue Therapieansätze.

Mediale Welten einerseits, Hirndoping andererseits – das sind Herausforderungen vor allem für die Prävention. Das Abgleiten in virtuelle Welten birgt das Risiko der Vereinsamung und psychischen Armut, ein Problem, das auch durch Hirndoping besteht, weshalb diesen beiden Themen jeweils ein Workshop gewidmet ist. Darüber hinaus werden weitere Projekte und Konzepte in der Prävention und Suchthilfe in Workshops vorgestellt, wie aufsuchende Suchtberatung, Einbindung sozial benachteiligter Eltern oder Schuldnerberatung speziell auf die Bedürfnisse von Glücksspielabhängigen abgestimmt. Insbesondere für Mitarbeiter der Sucht- und Drogenhilfe wird der Umgang mit Aggressionshandlungen näher beleuchtet.

Die Veranstaltung findet von 11.30 Uhr (Einlass, 12.30 Uhr Programmbeginn) bis 17.30 Uhr in den Räumen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe in Münster statt. Durch Teilnahme an der Veranstaltung können 7 Fortbildungspunkte (zertifiziert durch Ärztekammer Westfalen-Lippe) erworben werden. Die Teilnahmegebühr beträgt 45 € und umfasst einen kleinen Imbiss sowie Getränke und Kuchen in den Pausen.

Weitere Informationen und der Anmeldebogen sind unter www.wissensuchtwege.de zu finden.



DAZ 2011, Nr. 25, S. 100

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