Prisma

Am besten auf der linken Seite schlafen

Die Schlafposition von werdenden Müttern kann laut einer britischen Studie die Gefahr für eine Fehlgeburt in der Spätschwangerschaft erhöhen. Besonders die Rücken- und Rechtsseitenlage scheinen mit einem erhöhten Risiko einherzugehen.

Die Studienautoren berufen sich dabei auf die Theorie, dass die Gebärmutter in der Rückenlage auf die untere Hohlvene drückt, damit die Herzleistung mindert und es so zu einem Absinken des Blutdruckes kommt. Der niedrige Blutdruck sorgt für eine Minderdurchblutung der Plazenta, was dann den Abort zur Folge haben kann. Zusätzlich könnte es durch die "falsche" Schlafposition auf dem Rücken zur Schlaf-Apnoe kommen, die die Sauerstoffversorgung des Kindes einschränkt. Eine kleine Fall-Kontroll-Studie der Universität Auckland bekräftigt diese These. Darin wurden mehr als 450 Frauen mit einer Fehlgeburt befragt, welche Schlafposition sie in der Nacht zuvor eingenommen hatten. Über die Hälfte der Frauen gab an, nicht auf der linken Seite eingeschlafen und wieder aufgewacht zu sein. Tomasina Stacey, Hebammenausbilderin, sieht darin ein erhöhtes Risiko und rät schwangeren Frauen, zumindest auf der linken Körperseite einzuschlafen.

sk


Quelle: Brit. Med. J. 2011; 342: d3659



DAZ 2011, Nr. 25, S. 6

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