DAZ aktuell

Neues Schiedsverfahren startet am 4. Juli

BERLIN (lk). Noch steht das endgültige Urteil über den Apothekenabschlag 2009 aus – trotzdem startet bereits das nächste Schiedsverfahren für das Jahr 2010. Für den 4. Juli hat die Schiedskommission den GKV-Spitzenverband und den Deutschen Apothekerverband (DAV) zur ersten Runde geladen. Um 11 Uhr sitzen sich die Kontrahenten wieder gegenüber in der Berliner Geschäftsstelle des GKV-Spitzenverbandes. Dort hat auch die Schiedskommission ihren Sitz.

"Das Problem wird sein, vor der endgültigen Entscheidung der Sozialgerichte über den Apothekenabschlag für das Jahr 2009 einen Abschlag für 2010 festzulegen", beurteilt der Vorsitzende der Schiedskommission, Rainer Daubenbüchel, die Aussichten auf einen raschen Konsens gegenüber der DAZ skeptisch. Falls die Kommission für 2010 erneut einen Apothekenabschlag festlege, stehe dieser "unter Vorbehalt" der ausstehenden Gerichtsentscheidung. Schiedskommissionschef Daubenbüchel erwartet daher, dass ein Schiedsspruch zum Apothekenabschlag 2010 erneut von den Sozialgerichten überprüft werden muss.

Unklar ist bereits die Ausgangsbasis für das neue Verfahren. Während der GKV-Spitzenverband 2,30 Euro als Marke sieht, kommen für den DAV nur 1,75 Euro infrage. Inzwischen hat der Gesetzgeber den Apothekenabschlag mit dem AMNOG auf 2,05 Euro festgelegt. Neben Daubenbüchel gehören der Schiedskommission Prof. Dr. Ingwer Ebsen und Prof. Dr. Christian Starck an. Alle drei Mitglieder arbeiten ehrenamtlich.



DAZ 2011, Nr. 24, S. 21

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