Ernährung aktuell

Beim Trinken an den Jodhaushalt denken

Reichlich kalorienarme Getränke zu sich zu nehmen, ist gesund. Bonner Wissenschaftler empfehlen allerdings, dabei immer ein Auge auf die Jodversorgung zu haben. Denn wer viel trinkt, verliert laut einer aktuellen Untersuchung größere Mengen des wichtigen Spurenelements.
Viel Wasser zu trinken, ist eigentlich gesund. Allerdings sollte man dabei an seinen Jodhaushalt denken. Das ohnehin zu den kritisch zählenden Spurenelementen geht bei großer Flüssigkeitszufuhr vermehrt über den Harn verloren. Foto: AK Nordrhein

Zwei Liter Flüssigkeit täglich sollte man zu sich nehmen, um die Niere ausreichend zu entlasten und das Ausscheiden von Stoffwechselprodukten zu unterstützen. Einer aktuellen Studie zufolge kann reichliches Trinken jedoch Jodverluste begünstigen. Die Wissenschaftler untersuchten, wie die zugeführte Flüssigkeitsmenge den Jodhaushalt beeinflusst. Dazu mussten sich die Probanden einer Diät unterziehen, um sicherzustellen, dass die Jodzufuhr bei allen Teilnehmern vergleichbar war. Hinsichtlich der Getränke waren nur jodarme Flüssigkeiten erlaubt. Im Ergebnis ließ sich festhalten, dass mit einer erhöhten Trinkmenge auch mehr Jod über den Harn ausgeschieden wird.

Die Wissenschaftler weisen darauf hin, dass die Verluste nicht groß sind, aber bei einer ganzheitlichen Bewertung berücksichtigt werden sollten. Sie raten, zusätzlich zur ausreichenden Flüssigkeitszufuhr auf einen jodreichen Speiseplan zu achten. Neben Seefisch, Milch und Eiern zählen auch Fertigprodukte, die gezielt mit Jodsalz hergestellt wurden, zu den bevorzugten Lebensmitteln. war


Quelle: Remer T., Thyroid, OnlineVorabpublikation, DOI:10.1089/thy. 2010.0161.

DAZ 2011, Nr. 2, S. 72

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