Prisma

Höheres Körpergewicht – weniger Knochenmasse

Dass Übergewicht mit Folgen wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden ist, ist bekannt. Nun haben US-Forscher einen weiteren Risikofaktor ausfindig gemacht: Die Knochenmasse der Betroffenen schwindet.

Forscher des Georgia Health Sciences University’s Georgia Prevention Institute untersuchten im Rahmen einer Studie 143 übergewichtige Jugendliche im Alter zwischen 14 und 18 Jahren. Dabei zeigte sich, dass besonders das Fett der Körpermitte einen großen Einfluss auf die Stärke der Knochen besitzt. Je mehr viszerales Fett die Studienteilnehmer hatten, um so schlechter war es um ihre Knochengesundheit bestellt. Die Knochen sind somit ein weiterer Grund, um Übergewicht abzubauen. Eine einfache Kalorienreduktion sorgt allerdings nicht für einen Anstieg der Knochenmasse. Nur mithilfe von sportlicher Aktivität werden die Knochen angeregt, Knochensubstanz aufzubauen. Unter Belastung setzen sie das Hormon Osteocalcin frei. Es fördert nicht nur den Knochenaufbau, sondern sorgt auch dafür, dass übergewichtsbezogene Risikofaktoren wie die Insulinresistenz gesenkt werden.

sk


Quelle: Pressemitteilung des Georgia Health Sciences University’s Georgia Prevention Institute vom 4. März 2011



DAZ 2011, Nr. 13, S. 6

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