Gesundheitspolitik

Versandhandel trotzt Sparpolitik

Apothekenumsätze sinken im vierten Monat in Folge

Berlin (lk). Die Vor-Ort-Apotheken leiden unter der Sparpolitik der Bundesregierung: Im vierten Monat in Folge sind im Dezember 2010 nach Marktdaten von IMS Health die Arzneimittelumsätze in den Apotheken gesunken. Allerdings konnte sich der Versandhandel behaupten und sogar auf niedrigem Niveau leicht zulegen.

Der Umsatz des gesamten Apothekenmarktes (inkl. Impfstoffe zu ApU, ohne Herstellerrabatte) sank im letzten Monat des Jahres um 3,4%, obwohl sich der Absatz nach Packungen leicht erhöhte (+1,4%). Der Umsatz rezeptpflichtiger Arzneimittel (ApU abzgl. Herstellerrabatte, ohne Einsparungen durch Rabattverträge) sank im Dezember sogar noch kräftiger um 4,2%. Der Absatz nach Stückzahl stagnierte bei 61 Mio. Packungen (+0,3%).

Der Umsatz des Versandhandels erhöhte sich im Dezember dagegen um 9%. Sowohl OTC- (+10%) als auch Rx-Produkte legten (+6%) zu. Allerdings findet das Wachstum auf niedrigem Niveau statt: Der Gesamtumsatz des Versandhandels betrug im Dezember 59 Mio. Euro, davon 39 Mio. Euro mit OTC- und 18 Mio. Euro mit Rx-Arzneimitteln. Im ganzen Jahr 2010 verbuchte der Versandhandel jedoch zweistellige Wachstumsraten.



AZ 2011, Nr. 7, S. 8

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