Prisma

Höhenluft dämpft den Appetit

Wer sich länger in alpinen Gebieten aufhält, kann möglicherweise ein paar Pfunde verlieren, ohne sich dafür großartig anstrengen zu müssen. Die dünne Luft in der Höhe scheint nicht nur das Sättigungsgefühl zu beschleunigen, sondern kurbelt auch den Grundumsatz des Körpers an.

Zwanzig Männer mit einem durchschnittlichen BMI von 33,7 nahmen an einer wissenschaftlichen Untersuchung der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität teil und reisten auf die Zugspitze. Während ihres einwöchigen Aufenthaltes in 2650 m Höhe durften sie essen, bis sie satt waren und mussten sich nicht mehr bewegen als zu Hause. Dennoch zeigte die Waage nach sieben Tagen etwa eineinhalb Kilo weniger Gewicht an. Wie die Untersuchungen belegen, hatten die Teilnehmer weniger Appetit und waren schneller satt. Sie nahmen pro Tag rund 700 kcal weniger zu sich als sonst. Die Wissenschaftler diskutieren als Grund für die Gewichtsabnahme einen erhöhten Energiebedarf durch die Höhenluft. Auch fanden sie im Blut der Probanden erhöhte Leptinwerte. Das Hormon hemmt das Hungergefühl. Normalerweise sinkt seine Konzentration, wenn weniger Nahrung zugeführt wird. war

Quelle Lippl, F. et al.: Obesity 2010; DOI: 10.1038/oby.2009.509

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