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Zöller: Unnötige Aufzahlungen vermeiden

BERLIN (ks). Beim Patientenbeauftragten der Bundesregierung, Wolfgang Zöller (CSU), mehren sich die Beschwerden, dass für verschreibungspflichtige Festbetrags-Arzneimittel häufig Aufzahlungen zu leisten sind. Zöller forderte alle Beteiligten auf, sicherzustellen, dass Medikamente auch vor Ort zum Festbetrag zu bekommen sind.
Nicht hinnehmbar ist für den Patientenbeauftragten Zöller die Tatsache, dass Patienten aufzahlen müssen, weil sie Festbetragsarzneimittel vor Ort nicht erhalten.
Foto: DAZ/Sket

"Viele Patientinnen und Patienten berichten, dass sie Aufzahlungen leisten müssen, weil die Medikamente, die zum Festbetrag erhältlich sein sollen, nicht lieferbar sind", erklärte Zöller diese Woche. "Es ist nicht hinnehmbar, dass Patienten gezwungen werden, hohe Aufzahlungen für ihre Medikamente zu leisten, obwohl ein bestimmter Anteil der Medikamente zum Festbetrag erhältlich sein muss."

Wenn es nicht möglich sei, sicherzustellen, dass Medikamente zum Festbetrag zu bekommen sind, müsse über die Möglichkeit diskutiert werden, dass die Krankenkassen die höheren Arzneimittelpreise im Wege der Kostenerstattung übernehmen. Es dürfe nicht sein, dass Patienten die Mehrkosten tragen müssen, weil die Versorgung der aufpreisfreien Medikamente nicht flächendeckend sichergestellt wird, betonte Zöller. In jedem Fall müssten die Patienten frei und informiert wählen können, ob sie das Medikament zum Festbetrag nehmen oder eine Aufzahlung leisten wollen.

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