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Neue ADEXA-Tarifkommission nimmt Arbeit auf

Zu ihrer konstituierenden Sitzung trafen sich am Samstag die Mitglieder der ADEXA-Tarifkommission in Hamburg. Die neue Struktur dieses zentralen Organs, die auf der Hauptmitgliederversammlung im Frühjahr beschlossen wurde, soll die Schlagkraft der Gewerkschaft in Tariffragen erhöhen – dabei bleibt aber auch viel langjährige Verhandlungserfahrung erhalten. Eine erfreuliche Nachricht gab es gleich bei diesem ersten Treffen: Ein neuer Rahmentarifvertrag für den Kammerbezirk Nordrhein steht kurz vor dem Abschluss.

Seitdem ADEXA regelmäßig mit mindestens zwei Verhandlungspartnern auf Arbeitgeberseite – dem Arbeitgeberverband Deutscher Apotheken (ADA) und der Tarifgemeinschaft der Apothekenleiter (TGL) Nordrhein – über unterschiedliche Verträge verhandeln muss, sind die Anforderungen an die teilweise ehrenamtlich besetzte Tarifkommission gestiegen. Dem trägt die neue Zusammensetzung Rechnung. Nachdem sich die Kommission in ihrer konstituierenden Sitzung eine Geschäftsordnung gegeben hatte, standen drei wichtige Themen auf der Tagesordnung:


  • Der neue Rahmentarifvertrag mit der TGL ist unterschriftsreif. Er orientiert sich in allen wesentlichen Punkten (Arbeitszeit, Urlaubsanspruch von 33 Tagen, Freistellungsanlässe, …) an dem aktuell gültigen Bundesrahmentarifvertrag (BRTV) mit dem ADA, der seit Anfang 2009 gültig ist. Weitere Details dazu in Kürze.
  • Da der BRTV vom ADA zum Jahresende 2010 gekündigt worden ist, wurden hier die Verhandlungspositionen festgelegt.
  • Sowohl mit dem ADA als auch mit der TGL müssen neue Gehaltstarifverträge ausgehandelt und abgeschlossen werden, da ADEXA beide Verträge zum Jahresende kündigen wird. Auch hier wurden Forderungen auf Basis der diesjährigen Gehaltsumfrage sowie strategische Details besprochen.

Der nächste Termin mit dem ADA soll voraussichtlich Ende Oktober in Berlin stattfinden.


Dr. Sigrid Joachimsthaler
Foto: Joachimsthaler
ADEXA-Tarifkommission Vorn von links: Stefanie Walkowiak, Tanja Kratt, Barbara Neusetzer; Mitte von links: Dorit Vogt, Iris Borrmann, Antje Koch; hinten von links: Ulla Odendahl, Kathrin Niekrenz, Ute Landmann, Gisa Haeger.

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Tanja Kratt

Kommentar

Die richtigen Signale für den Nachwuchs setzen

Die Nachwuchskampagne der ABDA ist mit Sicherheit notwendig. Aber bloße Werbung wird nicht ausreichen, um die realistisch kalkulierenden jungen Leute zu einer bestimmten Berufswahl zu bewegen. Neben der Sicherheit von Arbeitsplätzen spielen auch die Arbeitsbedingungen – finanziell wie qualitativ – eine wichtige Rolle. Hier können die Arbeitgeber in der kommenden Tarifrunde die richtigen Signale setzen – oder den Personalmangel weiter verschärfen, indem sie engagierte und ehrgeizige Kandidaten in andere Branchen treiben. Das gilt bei der Berufswahl ebenso wie bei der beruflichen Neuorientierung hin zu anderen Branchen.



Tanja Kratt

ADEXA, Zweite Vorsitzende

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