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Homöopathika: Ein klassischer OTC-Markt

BERLIN (ks). Homöopathische Arzneimittel sind für die gesetzlichen Krankenkassen kaum ein spürbarer Kostenfaktor. Drei Viertel ihres Umsatzes generieren die Hersteller von Homöopathika über die Selbstmedikation, gut 20 Prozent über die privaten Krankenversicherungen (PKV) und lediglich knapp fünf Prozent gehen zulasten der GKV.
Homöopathika werden überwiegend in der Selbstmedikation bezogen.
Foto: Sket

Nach Daten von Insight Health entfiel von den 48,5 Millionen Packungen Homöopathika, die 2009 insgesamt verkauft wurden, nur ein Anteil von 2,5 Millionen auf die GKV. 38,1 Millionen Packungen verkauften die Apotheken ohne ärztliches Rezept an ihre Kunden. Für die PKV waren es 7,8 Millionen Packungen. Berechnet zu Abgabepreisen der pharmazeutischen Unternehmer lag der Umsatz mit den homöopathischen Präparaten bei 229,1 Mio. Euro. 171,9 Mio. Euro hiervon zahlten die Patienten privat, 10,9 Mio. Euro gingen auf das Konto der GKV. Dies zeigt: Der Markt für homöopathische Arzneimittel ist ein typischer OTC-Markt.

Laut Insight Health verteilen sich die Umsätze mit Homöopathika sehr heterogen auf die einzelnen Apotheken: So vereinten bereits 20 Prozent der Apotheken 45 Prozent des – auf Basis des realen Apothekenverkaufspreises gemessenen – Umsatzes auf sich. Die umsatzstärksten 50 Prozent repräsentierten knapp 80 Prozent des Umsatzvolumens im Homöopathiemarkt.

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