Arzneimittel und Therapie

UV-A-Strahlung schädigt irreversibel DNA in Melanozyten

Eine Schädigung der DNA der Melanozyten durch UV-A-Exposition kann der Entwicklung von bösartigem Hautkrebs vorausgehen. Auch waren die Melanozyten nicht in der Lage, die geschädigte DNA zu reparieren. In einem vergleichenden Versuch wurden normale Hautzellen durch UV-A-Strahlung hingegen nicht geschädigt.

Mehr als 15.000 Menschen erkrankten 2006 in Deutschland an einem malignen Melanom der Haut. Das Deutsche Krebsforschungszentrum sieht als wesentlichen Risikofaktor die exzessive Exposition gegenüber Sonnenlicht. Für die Melanombildung wird vor allem langwellige UV-A-Strahlung verantwortlich gemacht. Amerikanische Wissenschaftler setzten jetzt normale menschliche Hautzellen und hell bzw. dunkel pigmentierte Melanozyten, Melanin-bildende Hautzellen, einer UV-A-Strahlung aus. Dann verglichen sie die Schädigungen der DNA in diesen Zellen. Während die Erbsubstanz in den normalen Zellen nicht geschädigt war, kam es in allen Melanozyten zu Schädigungen. Weiterhin waren die Melanozyten nicht in der Lage, ihre DNA zu reparieren. Die Wissenschaftler betonen aufgrund ihrer Erkenntnisse, "wie wichtig es sei, exzessives Sonnenlicht, Sonnenbräunen und -baden zu meiden".

Quelle NYU Langone Medical Center: UVA Radiation Damages DNA in Human Melanocyte Skin Cells, Causing Mutations that Can Lead to Melanoma, Pressemitteilung 30. Juni 2010.

 


Dr. Hans-Peter Hanssen

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